Integration funktioniert nicht!

Andreas Sator

Integration funktioniert nicht, sagt die Journalistin Melisa Erkurt. Sie hat mit den Gastarbeitern nicht funktioniert und sie funktioniert auch heute nicht. Was zu tun ist, ist aber relativ klar. 

Eine Zusammenfassung von Ali Malohdji, den ich sehr schätze und respektiere.

15 Vorschläge, wie wir Integration endlich hinkriegen:

1. Überschwemmen wir die Schulen mit SozialarbeiterInnen. Vor allem mit solchen, die selbst irgendwann einmal zugewandert sind. Es braucht auch mehr LehrerInnen, die Migrationshintergrund haben. Dringend.

2. Der Bildungsbereich ist wahnsinnig wichtig. Fangen wir also früh an. Schicken wir unsere PädagogInnenen für die Kindergärten doch besser auf die Uni, um sie auszubilden.

3. Der Schlüssel für Integration ist eine gemeinsame Ganztagesschule. SchülerInnen verbringen mehr Zeit miteinander, die Kinder der AkademikerInnen kommen nicht mit 10 ins Gymnasium. Denn: Tiefe Freundschaften entstehen erst im Teenager-Alter. So leben wir besser zusammen.

4. Bringen wir die Ausbildung für LehrerInnen ins 21. Jahrhundert. Melisa hat selbst Lehramt studiert. Im ganzen Studium hatte sie 2 Vorlesungen, in denen es um den Umgang mit Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache ging. Das Thema Integration kommt in der Ausbildung kaum vor.

5. Aber nicht nur in Schule und Kindergarten können wir ansetzen. Lassen wir MigrantInnen wissen, dass sie dazugehören, dass sie Teil dieses Landes sind. Und sagen wir denen, die schon seit 30, 40 oder 50 Jahren da sind, einmal Danke. Für das, was sie hier leisten.

6. Es gibt in Wien Leute, die haben noch nie einen Türken besser kennengelernt. Wenn’s gut geht vielleicht den Kebabverkäufer. Gleichzeitig gibt es viele Migranten, die keine Österreicherinnen kennen, obwohl sie hier geboren sind. Da liegt der Schlüssel für bessere Integration!

7. Was können die Ur-ÖsterreicherInnen tun? Raus aus der Komfortzone. Nicht immer in die klassischen Hipster-Cafés (ja, genau, du, Twitter-User!), sondern mal in ein neues Grätzel. Vielleicht ein Kaffeehaus in Favoriten suchen, in das du ab und zu schaust.

8. Noch ein guter Punkt: Wir reisen mit dem Rucksack drei Monate durch Kambodscha um neue Kulturen kennenzulernen. Zurück in Österreich geht es wieder in unsere Bubble. Hinterfragen wir mal bewusst, warum wir eigentlich nie mit Leuten zu tun haben, die anders sind als wir.

9. Das ist jetzt ausnahmsweise mein Punkt, und nicht von Melisa: Jede *einzelne* Redaktion in Österreich darf sich bitte auch fragen, warum dort de facto niemand sitzt, der selbst zugewandert ist. Das ist eine Katastrophe.

10. Zurück zu dem, was Melisa rät. Ein weiterer Vorschlag: Vielleicht mal in der Freizeit in den tschetschenischen Boxverein gehen. Oder den Urlaub statt in Südostasien in Bosnien machen. So kommt man in Wien dann nachher vielleicht auch mal mit dem Nachbarn ins Gespräch.

11. Jetzt zu denen, die neu da sind. Reden wir bitte wieder anders über Flüchtlinge! Wir vergessen in der politisch aufgeheizten Debatte, wer da eigentlich kommt: Fast alle haben schlimme Sachen erlebt. Das erste, was wir ihnen sagen, sollte nicht sein: ab in den Wertekurs.

12. Natürlich kann Integration gelingen. Die erfolgreichen Geschichten erzählen sie meist ähnlich: Eine Bezugperson aus dem neuen Land, die sie an der Hand nimmt, so lernt man die Kultur kennen, Deutsch, hat ein Netzwerk für Job oder Schule. Alleine wird es kaum jemand schaffen.

13. Wer von euch Kinder hat, gebt darauf acht, dass ihr sie in Schulen gebt, die Österreichs Bevölkerung halbwegs abbilden. Nicht abschirmen. Es muss keine Brennpunktschule sein, es gibt auch Bobo-Schulen, die darauf achten.

14. Was lernen wir (meine Einordnung): Perfekt wird es nie laufen, Melisa und mir ist im Podcast kein einziges Land eingefallen, dass viele EinwanderInnen hat und keine Probleme. Das ist aber okay. Ich habe ja auch mit so manchem Österreicher meine Probleme. Besser geht’s aber!

15. Auch wenn unsere Regierung nicht sehr bemüht ist, damit Integration funktioniert, können wir alle etwas tun. Nehmen wir die Leute an der Hand, öffnen wir unsere Augen, fördern wir MigrantInnen, wenn wir Einfluss haben. Ja, alle müssen mitmachen, aber es liegt auch an uns 🙂

Easter´s Gedanken

Damit Integration besser gelingt, ist es nicht die alleinige Aufgabe der Aufnahmegesellschaft. Meiner Meinung nach müssen wir, die Migranten sogar den Großteil der Verantwortung übernehmen. Wer in einem anderen Land bleiben und in Friede leben möchte, muss sich anpassen, nicht umgekehrt.

Was können wir, die Migranten tun, damit Integration besser gelingt? Ich finde, dieser Punkt soll ganz oben auf der Liste stehen.

Natürlich hat die Regierung in puncto Migration und Integration einiges falsch gemacht. Neuerlich treffe ich eine Mutter am Spielplatz, die fast zwanzig Jahre in Österreich lebt, einen österreichischen Pass besitzt und kaum Deutsch spricht. Das Kind musste übersetzten. Wer hat da versagt? Wie bekam die Dame den österreichischen Pass?

Wir können nicht nur Forderungen stellen, sondern auch was zurück geben, wenn wir die Chance bekommen. Viele von uns wissen, wie schwierig es ist, für Migranten mit sichtbarem Migrationshintergrund in Österreich eine Chance zu bekommen, sei es in der Arbeitswelt oder sonst woanders. Gib nicht auf, macht das, was du immer machen wolltest und sei verdammt gut drin. „There is always something you can do and be good at it – Stephen Hawking.“

Einen Wertekurs finde ich gar keine schlechte Idee. Meiner Meinung nach fehlt eine ausführliche Initialeaufklärung für Migranten. Wir kommen hier und wissen nicht, was erlaubt ist und was nicht. Viele wundern sich, wenn sie Frauen mit kurzen Röcken herumlaufen sehen. Keiner hat denen gesagt, dass hier Frauen und Männer gleiche Rechte haben!

Alle Migranten, die hier kommen, sollen gleich beim Ankommen, aufgeklärt werden, was ihnen in diesem Land erwartet, seine Gesetze und Werte. Am Flughafen oder bei der Grenze hat man noch die Chance umkehren zu können, falls die Gesetze seine Kultur nicht entsprechen. Die Aufnahmegesellschaft hat dieses Land mit Fleiß und Schweiß aufgebaut – dies verdient eine Anerkennung.

Seien wir doch ehrlich; wieso soll ich Deutsch lernen, wenn in allen Behörden, die Formulare in fast allen Sprachen vorhanden sind? In meinem Land gibt es Formulare in zwei Sprachen, Suaheli und Englisch. Wer die zwei Sprachen nicht kann, hat ein Problem. Ich finde uns wird es zu leicht gemacht, dann später gejammert, wie faul wir sind.

An Migranten:

Lernt einfach Deutsch und der Weg wird leichter. Eine neue Sprache zu lernen ist eine große Bereicherung. Deine Kultur ist ein Teil von dir, sie wirst du niemals verlieren, indem du eine andere kennenlernst.

Ja, der Bildungsbereich ist wichtig. Schicken wir unsere Kinder gleich im Kindergartenalter in die Kindergärten. Nicht nur in dem Pflichtjahr. Meine Erfahrung mit den Kindergarten Pädagoginnen war sehr gut. Sie sind super ausgebildet und kompetent.

Das Pflichtjahr sollte verlängert werden, ein Jahr ist zu wenig.

Seien wir ein Beispiel für unsere Kinder. Gehen wir auch ab und zu mit unseren Kindern in die traditionellen Gasthäuser am Land, oder besuchen wir die zahlreichen österreichischen Feste.

Gemeinsame Ganztagsschule klingt gut, ist aber nicht der Schlüssel zu besseren Integration. Erziehung beginnt Zuhause. Es ist die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zu erziehen. Die Lehrer sind da, um das Wissen weiterzugeben.

Zuhause ab und zu Deutsch sprechen, schadet nicht, oder den Kindern ein deutsches Buch vorlesen, bringt auch viel.

Ich bewege mich nicht nur in meinem Kulturkreis, sondern versuche auch mich mit den Einheimischen Kontakt aufzunehmen.

Sei offen neues kennen zu lernen und vieles auszuprobieren. Wer nicht probiert, hat schon verloren.

Habt Geduld mit euch, aber auch mit den Einheimischen. Jeder hat Angst vor dem Fremden. Außerdem wurde Rom nicht an einem Tag gebaut.

Respektiert die Menschen hier, ihre Kultur und Werte. Schenkt Liebe und positive Energie und ihr werdet dasselbe zurück bekommen. Ladet auch ab und zu die Einheimische zu euch nach Hause, überrasche sie mit einem traditionellen österreichischen Gericht! Wieso nicht? Oder ein Gericht aus deinem Heimatland? Viele meiner österreichischen Freunde lieben meine kenianischen Gerichte.

Versucht mit den Einheimischen Kontakt aufzunehmen, macht Freundschaften mit ihnen. Geben wir auch was zurück und uns bedanken für die nette Aufnahme.

Rassismus

Ich habe einen Eindruck, dass seit dem Flüchtlingsstrom Rassismus, Hass gegen Ausländer und Fremdenfeindlichkeit gestiegen sind. Rassismus ist immer da gewesen, aber jetzt haben die Rassisten einen Grund anderen öffentlich zu beleidigen und erniedrigen.

Eine Freundin von mir wurde vor kurzem mit einer Flasche im Supermarkt attackiert und rassistisch beschimpft. Sie lebt hier seit Jahren, arbeitet fleißig und zahlt brav Steuer. Wir Migranten mit sichtbarem Migrationshintergrund sind jeden Tag mit Rassismus konfrontiert. Ich verurteile jegliche Art von Gewalt und Rassismus.

Mögen wir einfach freundlich miteinander umgehen. Ja, es gibt Ausländer, die voll integriert sind und wir verurteilen Rassismus. Rassismus ist nicht zu entschuldigen. Alle Migranten in eine Schublade zu stecken hilft auch nichts.

An die Menschen – sei es Österreicher oder Ausländer, die sich groß fühlen, indem sie die anderen beleidigen und erniedrigen, schämt euch! Ich wünsche euch nicht irgendwann vor Krieg, Verfolgung, Hunger usw fliehen zu müssen. Nur ein Mensch mit wenig Selbstbewusstsein hat es nötig, anderen klein zu machen.

Das nächste Mal, wenn du jemanden rassistisch beleidigen willst, sei im Klaren, was für ein kleiner armer Mensch du bist, der sehr wenig Selbstbewusstsein hat. Anders kann ich dieses Verhalten nicht erklären.

 

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Bis bald!

Eure Easter.

 

 

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„woher kommst du denn ursprünglich?“

Hallo – alle miteinander,

es ist schon lange nicht mehr passiert, aber heute hat es mich voll erwischt. Beim spazieren gehen bin ich rassistisch beleidigt worden. Ich gehe sehr gerne spazieren, so kann ich mich entspannen. Die frische Luft hilft mir beim Nachdenken. Sehr oft gehe ich auch alleine ohne die Kinder und es ist erfrischend.

Heute bin ich ein Stück auf der Straße gegangen, da es plötzlich geregnet hat und ich hatte kein gutes Schuhwerk. Ich war sicher nicht mehr als fünf Minuten auf der Straße, dann habe ich gleich den Gehweg genommen.

Ich bin ganz am Rand gegangen und auf einmal kam mir ein gelbes Auto entgegen, weil der junge Mann sehr schnell gefahren ist, bin ich auf der Wiese stehengeblieben, damit er vorbei fahren kann. Er fuhr vorbei und hupte ganz laut. Ich dachte mir nichts dabei  „so sind die Jugendliche halt, sollen die halt ihren Spaß haben“ dachte ich mir.

Nach ungefähr drei Minuten hörte ich wieder ein lautes Hupen von hinten. Dieses Mal waren sie zu zweit und fuhren ganz langsam hinter mich. Das Fenster haben sie offen gehabt. Als sie bei mir vorbei fuhren schreien die ganz laut „fuck you, Neger!“. Na bumm! Ich war erschrocken und überrascht. Denn sehr oft vergesse ich, dass ich schwarz bin – die Hautfarbe ist mir einfach egal. Ich dachte, ich bin am Land sicher.

Ich hätte mich sehr gerne mit ihnen unterhalten, einfach um zu wissen, wie sie denken. Woher sie kommen. Wie ihre Kindheit war. Ich will wissen, was sie mit ihrem Verhalten erreichen wollen, indem sie die anderen Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe beleidigen.

Bekommen sie so wenig Aufmerksamkeit zu Hause, dass sie die Aufmerksamkeit woanders suchen? Ich wollte wissen, wie sie sich nachher fühlen. Ich will sie verstehen. Woher kommt der Hass? Ist es vielleicht der Neid, dass ich besser sein könnte als sie? Ich habe irgendwo gelesen, dass Rassisten eine sehr niedrige Bildungsniveau haben. Mittlerweile bin ich mir nicht ganz sicher.

Ich merke, seit dem Flüchtlingsstrom ist die Fremdenfeindlichkeit in Österreich gestiegen. Egal, wie wir uns anpassen, werden die Ausländer mit sichtbarem Migrationshintergrund nie als Österreicherinnen angenommen werden. Wir werden immer gefragt „woher kommst du denn ursprünglich?“.

Mir ist es einfach wichtig, dass meine Kinder gestärkt sind, sodass sie mit dem Rassismus umgehen können. Um sie mache ich mir Sorgen. Daher ist es meine Aufgabe, sie zu bestärken. Ich werde nicht immer da sein, sie zu beschützen, irgendwann müssen sie in die Welt hinaus. Wenn diese Zeit kommt, möchte ich, dass sie gestärkt und gesund hinaus gehen.  Sie dürfen sich nicht alles gefallen lassen. Ich pumpe sie mit Selbstbewusstsein, bis sie ganz voll damit ist. Denn Rassismus ist da und die Augen zu schließen und zu tun, ob der nicht existiert, ist falsch. Unsere Kinder müssen vorbereitet werden.

Ich fühle mich heute nicht beleidigt, ich empfinde auch keine Wut, oder Hass, denn ich weiß es hat nichts mit mir zu tun. Die zwei Jugendliche taten mir einfach leid. Jedes Mal danke ich meiner Mutter für ihre gute Erziehung und meinen Brüdern für die gesunde und glückliche Kindheit. Ich bin sehr tief verwurzelt und von meiner Familie bekam ich mehr als genug Selbstbewusstsein, dass mich fast nichts aus der Fassung bringt. Hassen habe ich nicht gelernt und es ist verdammt schwierig in meinem Alter Hassen zu lernen. Will ich auch nicht.

Ich bin auch froh für meine nette österreichische Freunde. Ich weiß, es gibt schlechte Menschen überall, das hat nichts mit Österreich zu tun. Gott sei Dank gibt es auch sehr viele nette Menschen. Ich werde mich nicht verstecken, nur weil es ein paar dumme Feiglinge da draußen herum laufen. Ich werde raus gehen und meinen Kopf in die Höhe strecken wie eine Kobra. Sie sollen sich schämen und sich verstecken.

An meine liebe österreichische Freunde; fangen wir jetzt schon an mit unseren Kindern über Rassismus zu reden. Sagen wir ihnen, wie er verletzen kann. Geben wir ihnen gute Werte mit, erziehen wir sie zu selbstbewussten und freundlichen Menschen, die anderen respektieren. Sie sind die Zukunft. Was ein Kind in seiner Kindheit lernt, verlernt er als Erwachsener nicht. Rassismus betrifft nicht nur Ausländer, sondern uns allen.

An die Ausländer mit sichtbarem Migrationshintergrund; pumpt eure Kinder mit Selbstbewusstsein, bis sie sich davon nicht mehr retten können 😉 . Fang früher an, mit denen offen über Rassismus zu reden, es ist nie zu spät. Beantworte alle ihre Fragen diesbezüglich. Erzähl ihnen über deine Erfahrungen und wie du damit umgegangen bist. Sei da für sie und sag denen, die sind genug so, wie sie sind. Denn sie sind nirgendwo sicher, egal ob am Land, oder in der Stadt.

Ein Mensch mit genug Selbstbewusstsein hat es nicht nötig anderen zu beleidigen, damit er sich gut fühlt. Rassismus ist niemals zu entschuldigen und darf niemals akzeptiert werden.

„Train up a child in the way he should go, and when he is old he will not depart from it.“

Bis bald!

Eure Easter.

Ja, Neger ist ein Schimpwort. Hört auf damit!

Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil. Nelson Mandela

Hallo – alle miteinander,

wir Schwarzen, wollen nicht Neger genannt werden. Ich will nicht Negerin genannt werden. Hört auf damit! Für die, die es nicht wissen, Neger ist ein Schimpfwort. Für die älteren Menschen, die noch Negerlein zu kleinen Kindern sagen, hört auf damit! Die Sklaven wurden so genannt und mittlerweile sind wir in der 21. Jahrhundert.

Ich habe vor ein paar Tagen einen Beitrag darüber geschrieben. Ich habe viele Feinde gemacht. Ich habe gemerkt; solange ich negativ über die Ausländer schreibe; wie kriminell sie sind, wie sie sich nicht anpassen wollen, Deutsch lernen sollen usw, werde ich gefeiert. Schreibe ich jedoch über Rassismus in Europa und, wie wir täglich mit ihm konfrontiert sind, werde ich verteufelt.

Kritik kann auch motivieren und es ist eine Bestätigung für mich weiter über Rassismus zu schreiben und ihn zu verdammen. Ich bekomme Nachrichten, ich sollte damit aufhören, werde ich nicht!

Keiner sollte unsere Geschichte schreiben, wir werden sie selber schreiben. Es gibt Ausländer, die voll integriert sind und sich angepasst haben – die gerne hier leben und wollen weiterhin friedlich hier leben. Wir wollen nicht mit den anderen in den gleichen Topf hineingeworfen werden. Schlechte Menschen gibt es überall.

An die Ausländer; steht auf und schreibe über eure Erfahrungen mit Rassismus. Sagt nein zu Rassismus – laut und deutlich. Jeder Mensch hat eine Stimme und wir werden unsere Stimmen nutzen, Rassismus zu bekämpfen. Rassismus verletzt die Seele und das Herz. Kein Mensch ist besser, als der andere. Am Ende sind wir sowieso alle tot, egal ob weiß, grün, gelb oder schwarz.

Als wir(meine Brüder und ich) einmal einen weißen Mensch Schwein genannt haben, wurden wir bestraft und wir mussten eine Woche am Feld arbeiten. Mein Vater war gescheit genug dieses Verhalten zu verurteilen. Jetzt verstehe ich warum. Es tut weh, den anderen als minderwertig zu bezeichnen, egal ob aufgrund seiner Hautfarbe, Herkunft, Religion, Kultur, Sprache usw.

Ich habe mit anderen Afrikanern gesprochen und herausgefunden, dass wir keinen abwertenden Namen für weißen Leute haben. Wieso denn auch? Die sind genauso Menschen, wie wir! Außerdem haben wir es nicht nötig anderen zu beleidigen, um uns großer zu fühlen.

Ich möchte nicht, dass meine Kinder Neger genannt werden. Für sie kämpfe ich – für eine bessere Zukunft.

Jeder Mensch hat Angst vor dem Fremden. Aber, das bedeutet nicht, dass ich ihn beleidigen und erniedrigen darf.

 

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere. Nelson Mandela.

 

Bis bald!

Eure Easter.

„die Neger können ja doch gut spielen“…..

In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz – Dalai Lama

Hallo – alle miteinander,

gestern spielte Nigeria und Island. Beide Mannschaften waren gut. Die beste Mannschaft gewann zwei zu null und die war Nigeria. Meine Kinder und ich haben das Spiel bei uns im Sportverein mitverfolgt. Als das Spiel aus war, steht einer hinter mir und sagte zu dem anderen „die Neger können ja doch gut spielen“, aber mit einem abwertenden Unterton. Ich sagte nichts und fragte mich stattdessen „ist Neger ein Schimpfwort“?

Unten ist eine Erklärung aus Wikipedia diesbezüglich.

Der Ausdruck entwickelte sich in den Vereinigten Staaten, als dort schwarze, aus Afrika verschleppte Menschen Sklavenarbeit verrichten mussten.

Das Wort war in den Vereinigten Staaten die Bezeichnung der Weißen für ihre schwarzen Sklaven. Ebenso belegt ist die Verwendung durch die britischenKolonialherren in ihren indischen und sonstigen Kolonien. Spears[2] zeigt in einer Auflistung von fast 20 Beispielen, dass das Voranstellen von nigger vor geläufige Alltagsbezeichnungen deren Bedeutung in beleidigender oder abwertender Form verändert (Beispiel: nigger steak für eine Scheibe Leber).

Es ist aber nicht nur im Englischen ein belastetes Wort, sondern wird auch im Deutschen zuweilen als Schimpfwort verwendet.[3] Das Schimpfwörterbuch von Pfeiffer in der Version von 1996 verzeichnet:

Als meine Kinder klein waren und noch im Kinderwagen saßen, habe ich jeden Tag mit dem Kinderwagen große Spaziergänge gemacht. Ältere Damen blieben sehr oft neben meinem Kinderwagen stehen und wollten hineinschauen. Sie waren sehr neugierig, denn ein paar haben noch keine schwarz – weiß Kinder gesehen.

Sehr oft bekam ich zu hören „maaa, so a liabes Negerlein“, aber mit einem freundlichen Ton. Sie meinten es nicht böse, ganz im Gegenteil. Sie haben nachher Fragen gestellt und wollten wissen wieso das Kind nicht ganz schwarz ist. Ganz geduldig habe ich ihnen erklärt, dass alle Kinder bei der Geburt hell sind, sogar Kinder, die ihre Eltern beide schwarz sind. Nach und nach bekamen sie die wunderschöne dunkle Hautfarbe.

Ich habe einen Cousin, der Otieno heißt. Otieno war das erste Mitglied unserer Familie, das nach Europa flog um zu studieren. Als er zurück kam, waren wir alle neugierig und wollten wissen, wie es ist in Europa zu leben. Das war vor fünfundzwanzig Jahren. Otieno blieb nur zwei Jahren in Europa und kam schwer traumatisiert zurück nach Hause. Damals war Rassismus in den europäischen Ländern unvergleichlich.

Einmal erzählte er uns, dass weiße Menschen nicht jeden Tag duschen. Übrigens, ich kann Generalisierung nicht ausstehen. Alle in einen Topf zu werfen grenzt schon an eine Dummheit meiner Meinung nach. Ich war aber noch ein Kind und wir waren sehr erschrocken, denn wir dachten in Europa hat jedes Haushalt fließendes Wasser und duschen sollte kein Problem sein.

Bei mir zu Hause haben wir jeden Tag geduscht, egal wie knapp das Wasser war. Ins Bett zu gehen ohne zu duschen, war ein Tabu. Ich dusche hier jeden Tag, meine Kinder auch. „Eine Frau sollte jeden Tag duschen“ sagte meine Oma sehr oft. Übrigens, als ich nach Deutschland kam, dusche ich weiterhin jeden Tag. Meine Gastmama sagte mir, ich sollte nicht jeden Tag duschen, die Kinder durfte ich auch nicht jeden Tag duschen. Wie ich gelitten habe! Ich habe bitterlich geweint bis sie mir Duschen wieder erlaubten.

Meine Mama kam nach Österreich, als ich mein erstes Kind bekam. Damals wurde mir im Krankenhaus gesagt, ich sollte das Kind höchstens zweimal in der Woche waschen. Meine Mama war fix und fertig wegen dieser Information. Sie meinte ein Kind muss jeden Tag gewaschen werden, was sie auch tat. Meine Kinder leben noch.  Andere Länder andere Sitten.

Zurück zu meinem Cousin und seiner Erzählungen. Dass weiße Menschen nicht duschen, hat uns überrascht. Fortan haben wir, wenn wir irgendwo einen weißen Mensch gesehen haben, ihn „anguro“ genannt. Anguro heißt Schwein in meiner Muttersprache. Schweine duschen nicht und wühlen sich im Treck herum. Wir waren jung und dumm. Mein Vater hörte uns einmal und wir mussten die ganze Woche am Feld arbeiten, danach haben wir das Wort nie wieder gesagt.

Für viele ältere Menschen ist das Wort Neger kein Schimpfwort, sie haben immer Neger zu schwarzen Leuten gesagt. Junge Menschen wissen ganz genau, dass es ein Schimpfwort ist. Es wird meistens mit einem unfreundlichen und abwertenden Ton gesagt, als ob der Neger minderwertig ist.

Meine Tochter wurde einmal auf dem Weg in die Schule von ein paar Jugendlichen, Negerin genannt. Das Kind hatte keine Ahnung was das Wort bedeutet. Ich habe es ihr erklärt und ihr gesagt; solche Menschen haben sehr wenig Selbstbewusstsein, sie wollen dich klein machen, damit sie sich groß fühlen. Sie wollen dich auch provozieren, sie suchen auch Streit. Gib ihnen das nicht, sie haben deine Zeit nicht verdient.

Ich sagte ihr weiter. Es hat gar nichts mit dir zu tun, sondern mit ihnen und ihrer Haltung, Ignoranz und Dummheit. Du bist genug so wie du bist und lass es niemals zu dir das Gegenteil zu sagen. Oh wie oft ich schon dieses Wort gehört habe. Vor kurzem gehe ich bei ein paar Jungendlichen vorbei, sie fingen an zum Lachen und sagten laut „scheiß Negerin“. Bin ich wütend? Nein, sie tun mir einfach leid.

Seien wir mal ehrlich. Ein Leben ohne Rassismus sehe ich im Moment nicht. Rassismus und Diskriminierung sind immer noch alltäglich, da müssen wir die Realität sehen. Eine Freundin von mir saß einmal im Zug in der ersten Klasse nach München. Sie war die Einzige, die kontrolliert wurde. Wie ist das, wenn man bei der Kontrolle im Zug als einziger seinen Ausweis zeigen muss?

Fußball sollte Menschen zusammen bringen. Beim Fußball sollte die Hautfarbe, Frisur usw egal sein. Ich hoffe, wir werden eine Fußballweltmeisterschaft ohne Rassismus erleben, ich wünsche es mir sehr,

Allerdings kann Rassismus überwunden werden, davon bin ich überzeugt. Aber, jeder sollte mitmachen und mitwirken. Rassismus kann nur mit Liebe überwunden werden. Es fängt mit dir und mit mir an. Sagen wir nein zu Rassismus und Diskriminierung!

Nächstenliebe beginnt zu Hause.

 

Bis bald!

Eure Easter.

„Jessas! Wieso sogn Sie mia ned glei am Telefon, dass Sie schwoz san“.

„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dingen tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.“ Ein afrikanisches Sprichwort.

Hallo – alle miteinander,

als Kind hat meine Mutter sehr oft mit mir geschimpft „Kind, bitte erst nachdenken, dann reden“! Ich bin mit vier Brüdern aufgewachsen. Sie waren großer,schneller und stärker. Ich war viel kleiner und nicht so schnell. Hätte ich beim Reden nachgedacht, wäre ich nie zu Wort gekommen.

Meine Mutter hat irgendwann aufgehört mit mir zu schimpfen, denn sie hatte gemerkt; so bin ich und ändern werde ich mich wohl nicht. Bis heute rede ich einfach aus dem Bauch heraus, dann denke ich darüber nach, was ich gesagt habe. Hauptsache ich habe es gesagt. So bin ich und ich entschuldige mich nicht dafür. Meine Kindheit hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

Ich habe nie mit Puppen gespielt, sondern Bäume geklettert, in den Fluss hineingesprungen, gerauft usw. Schwimmen lernte ich im Victoriasee, meine Brüder schwammen mit mir hinein und schwammen wieder hinaus, ich hinterher, wie ein Baby Nilpferd. In der Ortschaft glaubte viele, dass meine Mutter fünf Buben hatten, bis ich irgendwann mit fünfzehn meine Brüste bekommen habe 🙂 . Vorher sah ich aus, wie ein Bub, benahm mich auch genauso.

Ich wollte unbedingt Fahrrad fahren lernen, da nahmen sie mich auf den Hügel hinauf, setzten mich auf das Fahrrad und sagten „los!, wir sind hinter dir“! Fünf Minuten später saß ich im Schubkarre auf dem Weg ins Krankenhaus – und vier verzweifelten Buben rannten hinter mich her. Eine Woche später bin ich gefahren, wie Lance Amstrong 🙂 . Übrigens, das Fahrrad war viel großer, als ich! Es grenzt heute noch an ein Wunder, dass ich noch lebe 🙂 .

In der Liebe bin ich genauso ein Bauch-Mensch. Ich liebe mit vollem Herzen, egal wie oft ich verletzt werde. Was wäre das Leben ohne die Liebe? Ich vergebe schnell und habe keine Zeit nachtragend zu sein. Außerdem habe ich von meiner Oma gelernt, mich aufrichtig zu entschuldigen, wenn ich jemanden verletze.

Mein Vater hat mich sehr oft verteidigt und beschützt, wenn ich wieder zu schnell geredet habe und die Buben mit mir raufen wollten. Als ich elf Jahre war, starb mein Vater. Ich lernte nachher sehr schnell mich bei meinen Brüdern durchzusetzen, sonst wäre ich untergegangen. Ich merkte auch bald, dass ich beim Reden und Denken schneller war 🙂 . Wenn wir strategische Spiele spielten, war ich die erste die schneller fertig war. Ha!

Ich muss auch sagen, dass meine Brüder mich immer beschützt haben, vor allem, wenn Mama nicht in der Nähe war. Keiner hat sich in der Schule oder bei uns im Ort getraut, mich zu ärgern. Nur sie dürfen mich ärgern. Oh ich war die Prinzessin und ich hatte meine Bodyguards, die mit mir wie die Hähne gestritten haben, wenn wir wieder Zuhause waren. Aber, wir haben immer zusammengehalten und uns sehr schnell versöhnt, wenn wir wieder einmal zu heftig gestritten haben. Ich versuche es meinen Kindern beizubringen, wie wichtig das Zusammenhalten ist und sich zu versöhnen. Meine Oma sagte sehr oft „geh nie mit einem wütenden Bauch ins Bett“.

Zusammenhalten ist für uns Migranten sehr wichtig, vor allem, wenn wir weit weg von Daheim sind. In meiner Ortschaft waren wir wie eine große Familie. Wir Migranten verlernen vieles, wenn wir hier ankommen. Was macht Europa mit uns? Dass viele von uns kaltherzig und gefühllos werden? Dass manche sogar kriminelle Tätigkeiten verfolgen?

Diese Gesellschaft ist sehr fleißig, sie hat sehr viel geschaft- Aber, sie kann auch sehr einsam und egoistisch sein –  Ich-bezogen. Je mehr man hat, desto mehr will man. Viele Menschen leben mittlerweile in ihrer kleinen eigenen Welt, sie registrieren ihr eigenes Umfeld gar nicht mehr. Der Mensch wird immer mehr zum Egomane.

Die Drittland Gesellschaft ist noch sehr herzlich und gelassen, aber sie kann auch sehr faul sein. Sie hat wenig, ist aber damit zufrieden. Es gibt Vorteile und Nachteile in beiden Gesellschaften. Keine ist besser, als die andere.

Wie kann ich die guten Eigenschaften der zwei Gesellschaften kombinieren ohne, dass ich egoistisch, krank und faul werde? Aber fleißig, herzlich und diszipliniert? Mein Rezept; ich weigere mich alles anzunehmen, ich nehme nur das an, was mir gut tut; Ich sage ja zu Fleiß und Disziplin. Meine Herzlichkeit, Gelassenheit, die innere Zufriedenheit und mein Lächeln behalte ich, egal was passiert. Diese Kombination ist großartig!

Vor kurzem starb ein Kenianer, der vorher auf der Straße lebte. Er hatte Lungenentzündung, höchstwahrscheinlich auf der Straße eingefangen. Sein Tod brachte mich zum Nachdenken. Wieso entschied er sich nicht rechtzeitig zurück nach Hause zu seiner Familie zu kehren? Wieso bekam er keine Hilfe von Migranten „Community Abroad“?

Was tut man, wenn man weit weg von zu Hause ist? Ich kam hier alleine ohne meine Familie. Das erste Jahr war brutal. Ich hatte Heimweh und war das erste Mal mit Rassismus konfrontiert. Ich hatte fast einen Herzinfakt erlitten, als ich das erste Mal den Schnee gesehen habe. Viele Migranten kommen hier und erleben eine komplette andere Welt.

Alles ist anders; das Essen, die Menschen, die Sprache, das Wetter, einfach alles. Viele haben mit Depressionen zu kämpfen. Weil sie diese Krankheit nicht kennen, unternehmen sie nichts dagegen und landen irgendwann auf der Straße, in der Psychiatrie, oder wird kriminell.

Wir zeichnen meistens ein perfektes Bild von Europa zu Hause. Daher haben wir Angst von unserer Familien nach Hilfe zu fragen, oder gar zurück nach Hause zu kehren, wenn wir mit dem Leben hier nicht zurechtkommen. Denn wir schämen uns, dass wir es nicht geschafft haben. Lieber sterben wir in Europa auf der Straße, als zurück nach Hause zu kehren.

Es hat mir auch eine große Überwindung gekostet, bis ich angefangen habe, zu Hause über Schattenseites Europas zu berichten. Ich habe herausgefunden, dass viele Migranten untereinander sich schämen über diese heiklen Themen zu reden, wie etwa, die Arbeitslosigkeit, Depressionen, Alkoholismus, Drogenkonsum, Scheidungen usw. Lieber treffen wir uns auf Feiern und tanzen die ganze Nacht, als über diese Themen zu reden.

Es ist sehr schwierig als Migrant in Europa Fuß zu fassen. Daher brauchen wir Migranten, die hier schon Fuß gefasst haben, die die anderen bei der Hand nehmen und ihnen den Weg zeigen. Ja, viele brauchen Unterstützung. Ich bin der Meinung, dass eine Person, die schon in der selben Situation war, dem anderen in der ähnlichen Situation am besten helfen kann.

Manchmal erzähle ich meinen österreichischen Freunde, wie weit offener und verdeckter Rassismus in Europa verbreitet ist und wie sehr er verletzen kann – wie viele Migranten, vor allem, die mit sichtbarem Migrationshintergrund damit fast jeden Tag konfrontiert sind. Viele meiner Freunde haben keine Ahnung wovon ich rede. Denn viele haben noch nie Rassismus am eigenen Leib erlebt. Oder wenn ich ihnen erzähle, wie schwierig es ist für die Migranten mit sichtbarem Migrationshintergrund, eine Arbeit zu finden, trotz super Ausbildung, wollen viele mir nicht glauben.

Sehr oft werden wir als faul dargestellt, dass wir nicht arbeiten wollen und nur von der Sozialhilfe leben wollen. Glaubt mir, viele Migranten wollen arbeiten und schämen sich von der Sozialhilfe leben zu müssen.

Einmal bei einem Vorstellungsgespräch wurde ich gefragt, wieso ich vorher nicht gesagt habe, dass ich schwarz bin, zwar in tiefstem Dialekt :-). Oh ich liebe die Dialekte. Ich ohne nachzudenken fragte sie „wieso haben Sie mir nicht gesagt, dass Sie weiß sind?“ Ich bekam den Job nicht. Auch gut.

Bei einem anderen Gespräch wurde mir gesagt  „wir haben schon einen schwarzen, das reicht“. Ich ohne nachzudenken, sagte „na, alle gute Dinge sind ja bekanntlich drei, ich habe noch eine schwarze Freundin, die super ausgebildet ist und eine Arbeit sucht“. Ich bekam den Job nicht. Dann habe ich mein Foto ausgetauscht mit dem von meiner österreichischen Freundin. Ich habe noch nie so viele Einladungen bekommen. Ich ging hin, sah die überraschenden Gesichter und bekam die Jobs nicht. Mein Verdacht wurde aber bestätigt.

Österreich ist leider noch nicht bereit für gut gebildeten Migranten. Öfters sind ihre Ausbildungen nicht anerkannt. Und viele Einheimischen haben vor denen Angst, dass sie ihnen die Arbeit wegnehmen, was ein totaler Blödsinn ist. So viel Wissen geht verloren. Im Pflegebereich, Zirkus usw, sind wir gerne gesehen.

Bitte Migranten, die schon hier Fuß gefasst haben, zeigt den anderen den Weg, nimmt sie bei der Hand und unterstütze sie. Lasst sie erzählen, wie es ihnen geht. Manchmal braucht man nur jemanden, der einem zuhört und versteht. Unterstützen wir uns gegenseitig, sei es bei der Jobssuche, Wohnungssuche, Deutsch lernen, Freunde finden, oder nur reden.

Ganz wichtig; erzählen wir zu Hause die Wahrheit über Europa, wie es uns hier wirklich geht. Sodass wenn es uns schlecht geht, können wir zu Hause nach Hilfe fragen, oder einfach zurück nach Hause kehren, ohne uns zu schämen, versagt zu haben. Denn woher sollen die wissen, wie es uns geht, wenn wir nur eine heile Welt vortäuschen?

Viele Migranten sparen jahrelang, damit sie endlich nach Hause fliegen können und protzen, wie gut es denen in Europa geht – dabei haben sie manchmal nicht einmal eine fixe Arbeit. Sie nehmen Schulden auf, kamen aber pleite und depressiv zurück – und ich frage mich wofür? Dabei geht es denen Zuhause manchmal viel besser, als uns hier in Europa.

Nach Hilfe zu fragen ist keine Schande, sondern eine Stärke.  Seien wir ehrlich zu uns selbst, dann werden wir die Ehrlichkeit nach außen ausstrahlen. Es gibt keine Schande über deine Schwächen und tägliche Kämpfe zu reden.

An Österreicher; viele von uns wollen arbeiten, nur wir bekommen die Chance nicht. Viele machen die anderen Jobs, die sie nicht gelernt haben, weil sie keine andere Wahl haben. Nicht alle Migranten sind faul und kriminell.

Liebe besiegt jeden Hass.

Mögen wir freundlich miteinander umgehen.

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Umoja ni nguvu, utengano ni udhaifu – Ein Suaheli Sprichwort

Auf Deutsch übersetzt – zusammen sind wir stark.

 

Bis bald!

Eure Easter.

 

Väter können alles, außer stillen….

 

Ehre, wem Ehre gebührte…

Hallo – alle miteinander

als junges Mädchen war ich unsterblich in den Schauspieler Dwyane „The Rock“ Johnson unsterblich verliebt. Ich bin mit großen Männern aufgewachsen und er ist groß und stark. Vor ein paar Wochen hat er mit seiner Freundin ein kleines Mädchen bekommen und was er auf Instagram postete, war bewundernswert! Er schrieb; „Ich werde dich für immer lieben, beschützen, dir den Weg weisen und dich zum Lachen bringen solange ich lebe“.

An alle Männer unter seinen Followern gerichtet, richtete der Schauspieler außerdem folgenden Rat: „Wenn eure Frau in den Wehen liegt, unterstützt sie so gut wie möglich. Haltet Händchen, die Beine, was auch immer ihr könnt. Wenn ihr den wertvollsten Moment eures Lebens erleben wollt: Schaut zu, wie euer Kind geboren wird. Es verändert euer Leben – und euer Respekt und eure Bewunderung für Frauen werden für immer grenzenlos sein.“ Ist das nicht schön?

Ich schreibe diesen Beitrag, als eine glückliche geschiedene Frau. Ich respektiere den Vater meiner Kinder und versuche, dass kein Streit auf den Rücken der Kinder ausgetragen wird. Wir bleiben durch die Kinder für immer miteinander verbunden. Ich habe ihn ja irgendwann geliebt. Dauernd über ihn zu schimpfen, was für ein Arschloch er ist, bedeutet, dass ich genauso eines bin. Denn ich habe ihn ausgesucht und mit ihm nicht nur ein Kind bekommen, sondern zwei!

Was immer einen Mann dazu treibt, die Mutter seiner Kinder nicht wie eine Königin zu behandeln, ist hochgradig verwerflich und zeugt von Charakterschwäche und schlechten Manieren. Und wenn er sich mit seiner ex Frau überwarf oder sie sich ihm gegenüber schlecht verhielt, dann klärt ein Mann das genau mit ihr und mit niemandem sonst; und wenn das zu keiner guten Lösung führt, dann lässt man die Frau eben ihre Fehler machen und daraus lernen. Niemals aber, nie und nimmer, und das betone ich extra doppelt, schwärzt man sie an oder redet sie schlecht, vor allem vor den Kindern – und umgekehrt.

An die getrennten/geschiedenen Frauen da draußen; gibt eure ex Männer die Chance, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, wenn sie es wollen. Genießt die Zeit und tankt die Energie. Vertraue ihm, er ist schließlich der Vater und er ist bei der Betreuung genauso gut wie du. Außerdem sind Kinder nicht unser Eigentum. Wir müssen lernen unsere Kinder loszulassen, damit sie fliegen können.

Um ehrlich zu sein, finde ich den Begriff „alleinerziehend“ total überbewertet. Wenn eine Frau, oder ein Mann alleine mit dem Kind ist, ohne jegliche Unterstützung von Großeltern, Freunden, Kindergartentanten, Hort usw, dann darf er/sie sich alleinerziehend nennen.

Ich habe sehr oft erlebt, dass manche alleinstehenden Frauen mit Kindern jammern, wie viel Stress sie haben und keine Zeit für sich haben, obwohl der Kindesvater seine Unterstützung anbietet. Oder schlecht über den Vater reden, um die Kinder von ihm zu entfremden. Und ich frage mich, was wollen diese Frauen mit dem Verhalten bezwecken? Viele Väter geben schließlich auf, erstens; weil sie ihre Kinder nicht schaden wollen, zweitens; weil sie sich beschützen müssen. Glaub mir, irgendwann erfahren die Kinder die Wahrheit und verlassen dich ohne mit der Wimper zu zucken. Lass die Kinder selbst ihren Urteil bilden .

Brauchen wir wirklich Kinder als Ausrede? Wieso nehmen wir die Unterstützung nicht an? Ist es leichter sich als Opfer darzustellen? Haben wir Angst die Kinder zu verlieren, wenn sie mehr Zeit mit dem Papa verbringen? Ich erlebe auch sehr oft, dass meistens sind es die Frauen, die mehr gekränkt sind und ununterbrochen über ihren ex Männer schimpfen und sogar ihnen die Kinder entziehen wollen – und alles unter Kontrolle haben wollen. Wer gibt ihnen eigentlich dieses Recht?

Lass ihn bitte in Ruhe sein Leben genießen. Wenn er will, kann er drei Freundinnen gleichzeitig haben, Hauptsache die Kinder sind nicht gefährdet und sie erfahren nicht davon. Viele Frauen wollen auch nach der Scheidung weiterhin die Männer kontrollieren, was nur dein Leben, als Mutter und Frau erschwert. Man darf gekränkt und wütend sein, aber die Kinder dürfen nicht darunter leiden. Niemals! Stelle deinen Stolz, Wut und Kränkung beiseite und versuche herauszufinden, was deine Kinder brauchen. Arbeitet zusammen miteinander, sofern es möglich ist.

Jedes Kind hat ein Recht auf beide Eltern, solange beide es wollen und das Kind wird nicht von einem Elternteil in Gefahr gebracht. Du tust es nicht für dich, sondern für dein Kind. Irgendwann wird er dir dafür danken.

Bei der Scheidung half mir, wenn ich die Kinder aus der Vogelperspektive beobachtete, ohne die Mutteremotionen. Dies half mir zu erkennen, was sie in dem Moment brauchten ohne meine Mutterschaftsgefühle zu verletzten.

Mir wurde bei der Scheidung gesagt ich sei nur Mutter auf Papier, ich solle zurück zu dem Busch kehren, wo ich hergekommen bin, verschwinden und zwar ohne die Kinder. Das alleinige Sorgerecht wurde sogar ohne mein Bekenntnis beantragt.

Bis dahin hatte ich keine Ahnung was alleinige Sorgerecht bedeutet. Ich wurde als Mutter beschimpft und beleidigt. Sogar vom Kindesentzug war alles dabei. Aber, irgendwann reichte es mir und ich sagte stopp! Denn ich bin diejenige, die die Kinder tagelang reparieren musste. Empfinde ich Hass? Nein. Ich hatte eine glückliche Kindheit und habe es nie gelernt zu hassen, ich kann es nicht. Ich will es auch nicht lernen. Hass und Wut kosten sehr viel Energie, die Energie kann ich woanders investieren.

Ich bin verklagt worden, bis heute läuft das Verfahren noch. Ich bekam damals jede Woche Briefe vom Gericht und hatte fast jedes Monats eine Verhandlung. Damals sagte ich; ich brauche keinen Anwalt für meine Rechte als Mutter zu kämpfen. Als wir die Kinder zeugten, waren wir ja auch nur zu zweit. Also, ging ich alleine zum Gericht und bekam meine Kinder zurück. Gott sei Dank, hatte ich Freunde, die bei mir standen.

Bis heute versuche ich seine Würde als Vater zu beschützen, indem ich nie schlecht vor den Kindern über ihn rede. Wenn ich richtig über ihn schimpfen möchte, rufe ich meine Freundin an und ich kann schimpfen und mich ärgern. Oder ich gehe ins nächste Zimmer und brülle.

Ich bin mir sicher, wenn ich meine Familie hier hätte, wäre ich nicht verklagt worden, vor meinen Kindern beschimpft und aufgrund meiner Hautfarbe beleidigt worden. Ich habe mich nur gefragt; als er mich kennenlernte, sah er meine Hautfarbe nicht? Bis heute habe ich keine Ahnung, wieso meine Hautfarbe und Kultur mich als Mutter disqualifizieren sollte.

Dieses Problem sehe ich bei vielen gemischten Paaren. Bei der Scheidung, wird die andere Kultur plötzlich schlecht gemacht. In meisten Fällen erlebe ich, dass sogar das alleinige Sorgerecht beantragt wird und ich frage mich; wieso wird erst bei der Scheidung/Trennung die Kultur und die Hautfarbe plötzlich zu einem Problem? Mein Ratschlag; lass niemanden dich klein machen, kämpfe für deine Rechte und entschuldige dich niemals für deine Herkunft. Österreich ist ein Land mit Gesetzen, die für alle Menschen gelten.

Ich versuche, dass der Vater so oft es geht, seine Kinder bei sich hat, sofern meine Versuche nicht als Störung empfunden werden. Vor kurzem wurde ich beim Jugendamt angezeigt, ich sei eine schlechte Mutter. Ich weiß es kann lange dauern bis die Kränkung nachlässt. Aber alles gefallen, lasse ich es mir auch nicht.  Ich nehme mittlerweile fast alles mit Humor. solange die Kinder nicht leiden, ist alles gut.

Jeder braucht Zeit eine Scheidung zu verarbeiten. Es gibt Menschen, die länger brauchen, als die anderen. Diese Zeit sollen sie bekommen. Trotzdem finde ich, dass Kinder Angelegenheiten nichts beim Gericht zu suchen haben. Kein Richter kennt die Kinder besser, als die Eltern selbst. Nur die Eltern können eine vernüftige Entscheidung treffen, wenn es um ihre Kinder geht. Bei so einem Obsorgeverfahren leiden nur die Kinder.

Ich habe gesehen, wie Kinder bei einer Scheidung/Trennung leiden, wenn die Eltern es nicht schaffen eine normale Beziehung miteinander zu haben – als Eltern. Es ist unfassbar, vor allem, wenn die Kinder manipuliert und benutzt werden. Meine Kinder sind bis heute in Betreuung, da sie massiv an Loyalitätskonflikt litten.

Ich ging in dieses Loch hinein, in dem sie gelitten haben – um ihren Schmerz zu verstehen. Ich habe mit ihnen gelitten und zusammen sind wir wieder stark raus gekommen. Für die Kinder ist es wichtig, wenn sie wissen, dass ihre Eltern weiterhin Eltern bleiben und sie bedingungslos lieben, egal was passiert. Sie dürfen nie glauben, dass sie Schuld an die Trennung tragen.

Es ist keine Schande Hilfe für die Kinder zu suchen. Manchmal brauchen sie eine neutrale Person zum Reden, es tut ihnen gut. Körperliche Tätigkeiten tun ihnen auch sehr gut; Fußball spielen, laufen, Tennis usw. Sie müssen ja ihren Stress auch irgendwo loswerden. Mir half damals lange Spaziergänge. Und die Kinder dürfen über die Scheidung offen reden. Sie dürfen über die Eltern schimpfen und enttäuscht sein.

Was wichtig ist, ist mit ihnen klar zu reden und zwar altersgemäß. Glaube mir, sie verstehen viel. Viele glauben sie müssen ihre Kinder beschützen, indem man nur wenig mit ihnen redet. Sie haben ganz feine Antennen und bekommen sowieso alles mit. Ich brauche meinen Kindern nichts zu sagen, wenn ich traurig bin. Ich merke, wenn es mir schlecht geht, kommt mein Sohn zu mir und streichelt mich.

Die Wochenende wo sie beim Papa sind, genieße ich. Ich gebe gerne diese Verantwortung bewusst ab, ich schalte sogar mein Handy in der Nacht, wie immer ab. Denn die sind ja bei ihrem Papa und er ist in der Lage, sie zu versorgen und zu beschützen. Ich kann sowieso siebzig Kilometer entfernt nichts tun, falls irgendwas passiert(Gott behüte).

Ich sage es denen auch, dass ich die Zeit genieße, wenn sie weg sind. Denn öfters glauben die Kinder, dass die Eltern nur traurig da sitzen und leiden, wenn sie bei einem anderen Elternteil sind, vor allem, wenn der andere Elternteil sich als Opfer darstellt. Wenn sie die Ferien beim Papa verbringen, bin ich super glücklich; ich gehe ins Kino, gehe laufen, schreibe, gehe essen, wandern, gehe tanzen mit Freunden. Wenn sie wollen, können sie mich anrufen, wenn nicht, bin ich auch glücklich. Ich rufe sie nicht an, sie sollen ihren Spaß haben und mich nur anrufen, wenn sie das Bedürfnis dazu haben.

Ich habe bei meiner Scheidung wahnsinnig viel gelernt. Ich habe Stärken von mir entdeckt, die ich nie wusste, dass ich sie besitze. Ich habe mich entschieden, die schöne  Erinnerungen von meiner Ehe mitzunehmen. Die schlechten Erinnerungen habe ich nicht verdrängt, sondern verarbeitet und davon vieles gelernt.

Die neue entdecken Stärken von mir sind schon sicher in meinem Rucksack, sie werden mich überall begleiten.

Ich bin nicht nur Mutter, sondern auch eine Frau, die auch Bedürfnisse, Ziele und Träume hat. Außerdem habe ich auch ein Sexleben, das mir sehr wichtig ist.

Väter können alles, außer stillen, weil meine Kinder nicht mehr gestillt werden müssen, ist der Papa genau so gut wie ich. Ich segne ihn und gehe meinen Weg weiter.

 

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„Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist aufhören zum jammern“   –  Albert Einstein

 

Bis bald!

Eure Easter.

 

 

 

 

 

RACE:HUMAN

„Man kann ohne Liebe Holz hacken, man kann aber nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen.“ Lev N. Tolstoi

Hallo – alle miteinander,

vor kurzem würde das Germany´s next Topmodel gekürt. Eine wunderschöne junge Dame aus Stuttgart gewann. Ihr Sieg löste eine Welle vom unglaublichen Hass, dass man sich, als Mensch schämt. Kann sein, dass der Albert Einstein mit der Aussage Recht hatte?  „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Sind wir Menschen wirklich so blind? Wer bitte hat es nötig eine junge Frau aufgrund ihrer Hautfarbe zu beleidigen, sogar sie mit dem Mord zu bedrohen, nur weil sie schwarz ist? Woher nehmen sie das Recht? Ich hatte die Internetseite am Computer offen gelassen. Als ich aus der Toilette zurückkam, saß meine Tochter vor dem Computer und fragte mich „Mama, wieso will jemanden sie umbringen?“ In solchen Momenten bin ich am Ende mit meinem Latein. Ich hatte leider keine Antwort für sie.

Ich war wütend und traurig zugleich. Ich sagte ihr einfach, das sind ganz dumme Menschen. Leider gibt es viele dumme böse Menschen überall auf der ganzen Welt. Sie sagte „Aber, Gott sei Dank gibt es auch seeeeeehr viele nette Menschen auf der Welt, Mama“. Ich wünsche mir wir könnten wie Kinder denken. Immer positiv und das Gute in Menschen sehen. Die Wutphase dauerte nicht lange, da ich wieder schnell raus geholt wurde. Ja, es gibt viele nette Menschen auf der Welt und ich danke Gott jeden Tag, dass ich viele von ihnen kenne.

Das Mädchen ist in Deutschland aufgewachsen, für sie ist Deutschland ihre Heimat. Was für ein großer Schmerz, wenn man auf einmal in der Heimat zurückgewiesen wird! Sie tut mir unendlich leid und ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Ich bete für sie und ihre Familie, dass sie die Kraft bekommen, um mit dem Hass umgehen zu können.

Der Neid ist eine chronische Krankheit. Wie respektlos wir über das Aussehen anderen urteilen, zeigt wieviel Charakter in uns steckt. Auch wenn sie einem nicht gefällt, könnte dies doch etwas niveauvoller ausgedrückt werden. Aber scheinbar hatten viele keine gute Kinderstube genoßen.

Es gibt schon sehr grausliche Menschen und viele davon treiben sich im Internet herum. Wie kann man nur so böse sein? Menschen wegen ihrer Herkunft oder Hautfarbe so zu diffamieren? Was mir fehlte, waren Menschen, die dieses Verhalten verurteilt haben. Die gesagt haben, so nicht!

Das Mädchen ist sehr selbstbewusst und aufgeschlossen. Wie sie mit dem Hass umging, war sehr beeindruckend. Sie griff niemanden direkt an. stattdessen spricht sie von Liebe und Vergebung. Offensichtlich hat sie eine gute Kindheit genossen.

Es ist mir wieder klar geworden, dass die Hautfarbe noch eine große Rolle spielt. Wir Menschen lernen nicht von unseren Fehlern. Sie werden immer wiederholt. Viele sagen ihr „sie ist nicht Germany, sie sieht nicht wie Germany aus, sie strahlt nicht Germany aus“. Wie sieht denn Germany bitte aus?

Wie schützen wir unsere Kinder vor Cyber-Mobbing? Ich habe Kinder, die bald im Internet unterwegs sein werden und ich kann es nicht verhindern. Wie bestärke ich sie, selbstbewusst zu bleiben, ohne sich verbiegen zu lassen? Wie bringe ich ihnen bei nein sagen zu können, wenn es zuviel wird? Oder mir zu vertrauen, indem sie meine Hilfe suchen, bevor es zu spät wird?

Ich wünsche mir eine Welt, wo die Liebe den Hass überwiegt – denn Liebe kennt keine Unterschiede, sie ist unendlich. Eine Welt wo wir miteinander freundlich und mit Respekt umgehen. Eine bessere Welt für unsere Kinder, wo das Aussehen keine Rolle spielt, sondern das Charakter.

Mutter Teresa hat einmal gesagt; „der Mensch lebt nicht so sehr von der Liebe, die er empfängt, als vielmehr von der, die er schenkt“. Ich liebe diesen Spruch. Schenken wir einfach weiterhin Liebe. Schenken wir diesen Menschen, die von Hass besessen sind so viel Liebe bis ihre Herzen voll davon sind. Von der Liebe kann man nie genug bekommen und der Hass kann man nur mit Liebe besiegen.

„Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.“

 

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Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu andrer Glück;
denn die Freude die wir geben,
kehrt ins eigne Herz zurück.

Deutsches Sprichwort.

 

Bis bald!

Eure Easter.