„geht deine Hautfarbe runter, wenn du dich duschst?“…

 

Mwenye nguvu mpishe – ein Suaheli Sprichwort

Auf Deutsch übersetzt – der klügere gibt nach

Hallo – alle miteinander,

„setzen wir uns auf die andere Seite Mama, wir sind ja schon so schön braun, wir müssen uns nicht unbedingt in die Sonne setzen.“ Diesen Satz sagte meine Tochter vor kurzem, als wir in den Zug nach Wien hineinstiegen. Eine Frau die gegenüber saß, wirkte irritiert und sagte laut „eine Frechheit“. Ich fragte sie, ob sie mit uns spricht. Ja, sagte sie. Solche freche Kinder, was heißt denn „so schön braun“?

Manchmal ist schweigen die beste Antwort. In meiner Muttersprache gibt es ein Sprichwort; streitest du mit einem Idiot, bist du auch ein Idiot. Die Aussage meiner Tochter dürfte die grantige Dame so gekränkt haben, dass sie aufstand und ging. Ist auch gut, dachte ich mir. Wir hatten dadurch mehr Platz und sie hatte die tolle Stimmung der Kinder verpasst. Ich sitze sehr gerne neben Kindern, auch neben fremden Kindern. Sie haben diese fröhliche Ausstrahlung, die sehr ansteckend ist.

Jeder Mensch ist was besonders. Nicht nur glauben, sondern es laut sagen! Meine Tochter hat nicht einmal gemerkt, dass ihre Aussage die Dame beleidigt hat. Wieso denn auch? Meine Tochter las schon von ihrem Buch, der kleine Bruder hatte schon seinen Kopf in meiner Tasche und suchte was essbares.

Am Land liebe ich es, wenn Kinder zu mir kommen, mich ganz sanft anfassen und mich schließlich fragen „ist deine Hautfarbe echt? Geht sie runter, wenn du dich duschst?“ Wie ich diese Frage liebe! Ich beantworte sie jedes Mal ganz geduldig mit Begeisterung. Kinder stellen fragen und sie sind neugierig. Sie sind halt direkt und ehrlich und das liebe ich an sie. Einmal bei einer Faschingsfeier fragte mich ein Kind, ob ich mich angemalt habe :-).

Meistens sind es die Eltern, die sich irgendwie schämen, wenn ihre Kinder solche Fragen stellen. Ich liebe es die Eltern zu beobachten, wenn mir diese Fragen gestellt werden. Dabei ist es ganz eine einfache normale Frage. Erkläre es dem Kind einfach wieso der andere eine andere Hautfarbe hat. So lernen die Kinder von klein auf, dass es ganz normal ist eine andere Hautfarbe, Nase, Haare, Sprache, Kultur usw zu haben. Am Ende des Tages sind wir alle Menschen. Wie würde die Welt aussehen ohne die Unterschiede in Hautfarben, ohne die kulturelle und sprachliche Vielfalt?

Vor kurzem saß ich in der Straßenbahn, ein Vater kam hinein mit einem Kleinkind im Kinderwagen. Es konnte noch nicht reden und fing an energetisch auf mich zu zeigen, es schaute immer wieder zum Papa und wiederum auf mich. Ich habe es angelächelt und ihm meine Hand vorgestreckt. Es lächelte mich zurück an und gab mir die Hand. Der Vater versuchte immer wieder ihn mit einem Bilderbuch abzulenken, vergeblich :-). Das Kind war einfach neugierig, wollte wahrscheinlich wissen, wieso die Dame gegenüber anders aussieht, als die andere Menschen, die es bis jetzt  kennt. Der Vater entschuldigte sich beim Aussteigen bei mir und ich hatte keine Ahnung wofür :-).

Als ich ein Kind war, kam ein Missionar in meine Ortschaft. Er war der erste Weiße Mensch, den ich gesehen habe. Was für eine Sensation! Ein paar kamen noch dazu und für uns haben sie alle gleich ausgesehen. Genauso wie wir Schwarzen für manche in Europa gleich aussehen. Wir waren neugierig und bombardierten unsere Mutter mit Fragen. Sie sagte ganz ruhig „geht hin und fragt ihn selbst, wieso er eine andere Hautfarbe hat“. Wir haben ihn genauso angefasst und wollten wissen, ob seine Farbe echt sei und sie beim Duschen runter geht. Kinder sind überall auf der Welt gleich neugierig und ehrlich, sofern sie nicht manipuliert sind.

Vor Jahren war ich mit den Kindern unterwegs. Als wir in den Fahrstuhl hinein gingen, begegneten wir einen Mann im Rollstuhl. Mein zweijähriger Sohn fragte ihn ganz laut „wieso sitzst du im Kinderwagen und du bist schon so grooooß?“. Ich wollte schon mit meinem Sohn schimpfen, aber der Mann hielt mich zurück. Wir stiegen alle hinaus und er erklärte den Kindern ganz geduldig wie es dazu kam, dass er im Rollstuhl sitzt. Die Kinder waren voll dabei und schauten ihn mit großen Augen. Was für ein netter geduldiger Mensch! Seitdem beantworte ich die Fragen anderer Kinder bezüglich meiner Hautfarbe ganz geduldig. Das Lernen hört nie auf.

Als meine Kinder klein waren, wollte ich ihnen beibringen, ihre Schuhe gerade zu stellen, wenn sie nach Hause kommen. Monatelang habe ich es nicht geschafft und fragte mich „was mache ich falsch?“. Einmal sagte mir meine Tochter „Mama, du stellst gaaaaanz selten deine Schuhe gerade und willst, dass wir unsere gerade stellen, das ist unfair!“. Na bumm! Ab dem Zeitpunkt fing ich an meine Schuhe gerade zu stellen, was mir nicht leicht fällt, da ich das Chaos in Person bin. Ich sagte nichts dabei und alles ging von alleine. Es würde zu einer Angewohnheit. Unsere Schuhe stehen meistens gerade am Gang, na ja,  nicht immer, aber immerhin -:).

Wir Eltern können reden so viel wir wollen, solange wir das Gegenteil machen, haben wir schon verloren. Ich kann dem Kind nicht mehr beibringen, als ich tatsächlich bin.

Kinder sind der Spiegel ihrer Eltern.

 

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Bis bald!

Eure Easter.

 

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Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider…

Haraka haraka haina baraka – ein Suaheli Sprichwort

Auf Deutsch übersetzt – in der Ruhe liegt die Kraft

Hallo – alle miteinander,

Weltkinder

Kinder mit Eltern unterschiedlicher Herkunft haben es meistens nicht leicht. Nicht nur in Europa, sondern fast überall auf der ganzen Welt. Vor allem, wenn sichtbarer Migrationshintergrund vorhanden ist.

Umso schwieriger ist es für sie, wenn sie die andere Kultur in der sie nicht leben, nicht gut genug kennen. Öfters erlebe ich, dass sie die andere Kultur sogar ablehnen und mit ihr nichts zu tun haben wollen, wenn sie sich mit ihr nicht identifizieren können – oder wenn diese fremde Kultur von einem anderen Elternteil oder auch von der Gesellschaft in der sie leben in ungünstigem Licht erscheinen lassen.

Die Frage, die mich seit langem beschäftigt; wie bestärke ich ein Kind mit sichtbarem Migrationshintergrund? Ich habe zwei einzigartige Kinder, die zwei wunderbare Kulturen in sich tragen. Beide Kulturen sind gleich wichtig für ihre Erziehung. Meine Kinder sind in Europa schwarz, in Afrika sind sie halb weiß. Meistens wissen diese Kinder nicht recht, wo sie hingehören. Meiner Meinung nach gehören sie überall.

Es wird meistens ein falsches Bild von Afrika in Europa gezeichnet. Daher war es für mich sehr wichtig, meinen Kindern meine Heimat zu zeigen. Sie sollten in der Lage sein sich selbst ein Urteil bilden zu können.

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Dokumentationen, Berichte aus den Zeitungen, Fernsehen usw, können benutzt werden, um den Kindern, die andere Kultur näher beizubringen, jedoch mit großem Vorsicht. Dieses Medium kann noch besser gelingen, wenn sie schon in dieser Kultur waren und sie richtig kennen gelernt haben. Somit können sie selbst entscheiden, was sie von den Medien mitnehmen und was nicht.

Noch besser ist es, wenn deine Kinder von dir persönlich über deine Kultur erfahren. Erzähl denen öfters, wie das Leben in deiner Heimat ausschaut. Zeig denen die Bilder von deiner Familie, Heimat und Kindheit. Beantworte alle Fragen, die sie diesbezüglich stellen. Lass sie mit deiner Familie Kontakt aufnehmen, so entsteht eine Verbindung bevor sie sich kennen lernen. Die Beziehung, der Stolz und die tiefe Verbindung deiner Kultur gegenüber, erkennen deine Kinder sicher durch deine begeisterte Erzählungen. Glaub mir, sie werden mehr davon wissen wollen. Schäme dich niemals für deine Herkunft, denn du kannst sie nicht aussuchen.

Für mich war es wichtig, dass meine Kinder meine Kultur, meine Familie, wo ich aufgewachsen bin, wo ich das Wasser geholt habe, wo ich in die Schule gegangen bin, wo meine Vorfahren liegen, kennen lernen. Nur so können sie mich besser verstehen und mich, als Mensch besser kennen lernen. Jedes Kind hat das Recht seine Wurzeln kennen zu lernen.

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Der erste Schritt für mich gleich nach ihrer Geburt war die Sprache. Sprache ist ein Teil einer Kultur. Ich entschied mich damals für Englisch, denn ich bin mit dieser Sprache aufgewachsen und die Kinder haben mehr Vorteile dadurch. Wenn meine Tochter Englisch mit dem ostafrikanischen Akzent spricht, muss ich schmunzeln. Wie ich diesen Akzent liebe! Er ist ein Teil meiner Identität.

Meine Tochter hat jetzt ihren Wunsch geäußert Suaheli lernen zu wollen. Ich freue mich! Je mehr Sprachen, desto bessere Chancen in der Arbeitswelt, vor allem für die Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund. Deutsch haben sie von Anfang an mit ihrem Papa und Oma gesprochen. Kinder lernen schnell. Ich bin mit drei Sprachen aufgewachsen und beherrsche die drei Sprachen fließend.

Mein größter Wünsch ging in Erfüllung, als ich vor zwei Jahren mit ihnen nach Kenia zu meiner Familie flog. Ihnen meine Heimat zu zeigen, war ein tolles Erlebnis. Ich ging mit meiner Tochter Wasser holen und Holz sammeln. Mein Sohn ging mit meinem Bruder in die Felder hinaus, sie brachten die Kühe hinaus zum Fluss. Sie spielten den ganzen Tag draußen. Er spielte Fußball barfuß und war überglücklich. Damals sagte er zu  mir „Mama, es ist toll hier, denn ich muss am Abend mein Zimmer nicht aufräumen.“ Der Traum vieler Kinder in Europa.

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Meine Tochter fragte mich damals „Mama, wieso lachen die Menschen hier soooo viel?“ Nach drei Tagen hat sie genauso viel gelacht. Zu Weihnachten warteten sie eifrig auf die Geschenke. Es kam nichts. Stattdessen gab es grillen, Musik, tanzen und viele laute lachende Verwandten. Meine Mama sagte ihnen „ihr seid da, ich brauche keine Geschenke. Zusammenkommen, füreinander da zu sein und gute Gesundheit seien ein Geschenk.“

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Bitte versteht mich nicht falsch. Gegen Geschenke habe ich nichts. Aber, wenn die Besorgung mit Stress verbunden ist, möchte ich lieber kein Geschenk. Beschenken soll aus Liebe geschehen und vom Herzen kommen. Zur Weihnachten verbringe ich gerne schöne Zeit mit Menschen, die ich nicht beeindrucken muss. Menschen die mich nehmen so wie ich bin. Und wenn ich zu jeder Zeit des Jahres, was schönes sehe, kaufe ich es und beschenke es diesen Menschen, die mein Leben bereichern. Ich muss nicht bis zu Weihnachten warten.

Die unerwartete Geschenke gefallen mir am meisten, sie geben mir das Gefühl, dass jemanden an mich gedacht hat. Zu Weihnachten schenke ich nichts, ich schreibe lieber Briefe und verbringe gerne die Zeit mit meinen Lieben. Letztes Jahr zu Weihnachten war ich in einem Einkaufszentrum in Wien. Ich sah viele gestresste Menschen, furchtbar müde mit großen Einkaufstaschen, die wie Zombies herum laufen. Das machte mich echt traurig, danach fragte ich mich, wozu das Geschenk? Wieso nicht vorher das Geschenk in Ruhe besorgen?

Zurück zu meinem Thema. Seit meine  Kinder aus Kenia zurück sind, habe ich den Eindruck, dass sie stolz sind auf dieser Kultur in der sie nicht leben. Meine Tochter trägt sehr stolz ihre afrikanische Kleider von meiner Mama, oder ihre Maasai Sandalen. Letztes Jahr zu Weihnachten hat sie stolz in ihrer Schule ein Gedicht vorgetragen, wie Weihnachten in Kenia gefeiert wird. Es wird jetzt schon ungeduldig gefragt, ob dieses Jahr zu Weihnachten wieder Kenia am Programm steht :-).

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Sie kennen jetzt die andere Kultur und sind stolz auf sie. Ich lebe es ihnen auch jeden Tag vor. Meine Kultur ist ein Teil von mir. Ich trage gerne meine bunte afrikanische Kleider. Ich koche kenianische Gerichte zu Hause. Sie telefonieren oft mit meiner Mama. Durch mich können sie am besten meine Kultur lieben und kennen lernen. Davon bin ich voller Überzeugung. Ich zeige ihnen, dass meine Kultur und die österreichische Kultur eine große Rolle in ihrem Leben spielen, zwar gleichmäßig. Eine andere Kultur kennen zu lernen, heißt nicht meine aufgeben zu mussen.

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Wenn andere Kinder sie fragen, wieso sie denn so braun sind. Sagt meine Tochter stolz „meine Mama ist schwarz, mein Papa weiß, weil meine Mama ihre Farbe noch für meinen Bruder aufheben wollte, hat sie mir nur die Hälfte gegeben, mein Papa auch. Zusammen  haben sie die zwei wunderschöne Farben gemischt und schwups! Ich bin raus gekommen :-)“.

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Mit einer Person aus einer anderen Kultur zusammen sein zu wollen und eventuell auch Familie zu gründen, heißt ihre Kultur lieben und respektieren zu lernen. Manche merken nach ein paar Jahren, wie schlecht die jeweilige Kultur des Partners sei. Daher nimm dir genügend Zeit, deinen Partner kennen zu lernen, seine Kultur und Mentalität. Falls du damit nicht zurechtkommst, oder er nicht mit deiner, verlasse die Beziehung.

Diese Beziehung ist zum scheitern verurteilt. Erfahrungsgemäß scheitern viele gemischte Beziehungen deswegen. Denn wenn Kinder in solchen Beziehungen entstehen, werden sie später sehr darunter leiden. Sie werden es schwer haben, die andere Kultur die abgelehnt wird zu lieben und auf sie stolz zu sein. Ich respektiere alle Kulturen, außer wenn Menschenrechte verletzt werden. Ich suche auch keinen Partner und Freunde aus, die meine Kultur nicht respektieren.

Falls du ein Kind mit einer Person aus einer anderen Kultur hast, brauchst du dir keine Sorgen machen, dass ihre Kultur mehr geliebt wird, als deine. Wenn die Kulturen gleich gestellt sind und gesund vermittelt werden, kann nichts schief gehen. Vertraue deinem Partner/deiner Partnerin und lass deine Kinder von mehreren Kulturen profitieren. Es hat sehr viele Vorteile.

Es kann auch andersrum sein. Es gibt Migranten, die in Österreich ihre Kinder großziehen wollen, aber sich nicht anpassen wollen. Ich habe schon Migranten getroffen, die viel über Österreich als Land und Österreicher schimpfen. Wie können ihre Kinder die österreichische Kultur respektieren und lieben lernen, wenn die Eltern es nicht tun?

Das Gleiche gilt auch für die Österreicher, die dauernd Ausländer in schlechtes Licht stellen wollen und nur das negative in uns sehen. Die sich weigern uns näher kennen zu lernen. Mit dem Verhalten kann Integration niemals gelingen. Es gibt Ausländer die gerne hier leben und bestens integriert sind. Gib ihnen die Chance zusammen mit euch in Friede zu leben. Nur so können wir voneinander profitieren und unser Leben bereichern.

Die integrierte Ausländer können nichts dafür, dass die Politik versagt hat und die kriminelle Ausländer duldet. Dass es mittlerweile viele Ausländer gibt, die sich nicht anpassen wollen und null Respekt für die österreichische Kultur und Werte haben, mache ich die Politik verantwortlich. Wirft uns nicht in den gleichen Topf.

Wir Eltern sind die Vorbilder unserer Kinder. Leben wir es ihnen vor, indem wir die österreichische Kultur schätzen und uns anpassen, sonst ist die Ausgrenzung vorprogrammiert. Durch die Ausgrenzung haben es unsere Kinder überall schwer, sei es in der Schule, oder in der Arbeitswelt. Ich bin überzeugt, dass sie verhindert werden kann.

Ich habe mich entschieden in Österreich zu leben und meine Kinder hier großzuziehen. Es ist meine Pflicht mich bestens zu integrieren, die österreichische Werte und Kultur zu respektieren. Fang ich jedoch an meine Kultur über die österreichische Kultur zu stellen, indem ich über die österreichische Kultur schimpfe und die Menschen hier nicht respektiere, bleibt mir nichts übrig, als meine Sachen zu packen und dort hinzugehen, wo es mir besser geht.

Keine Kultur ist besser als die andere, Kulturen sind nur unterschiedlich, gilt gleich für die Hautfarbe und Religion.

Mit Respekt und Liebe zueinander kommen wir alle voran.

 

Nur beim Probieren schmeckt man das Gute im Essen – Sprichwort aus Kenia

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Bis bald.

Eure Easter.

Wer ist der glücklichste Vogel der Welt?…

 

Liebt ein Mensch den Frieden, wird er nicht zum Feigling – ein afrikanisches Sprichwort.

Hallo – alle miteinander,

es gibt keine perfekte Welt, weder in Afrika noch in Europa, oder sonst irgendwo. Den wahren Lebensglück liegt nicht in der Perfektion, sondern bei uns und bei denen, die wir lieben, die uns schützen und die uns treue sind. Es ist dort wo unser Herz glücklich ist.

Kennt ihr die Geschichte „Wer ist der glücklichste Vogel der Welt?“ Ich habe sie letzte Woche von einer Freundin auf WhatsApp bekommen. Beim lesen musste ich weinen. Ich erzähle sie euch weiter, wie ich sie meinen Kindern weitererzählt habe – und hoffe, dass wir was davon mitnehmen können.

Es war einmal eine Krähe, die lebte im Wald und glaubte, sie sei der hässlichste Vogel überhaupt. Sie versteckte sich, wenn sie andere Vögel sah.

Einmal sah sie einen wunderschönen weißen Schwan und dachte, der Schwan ist sicher der glücklichste Vogel der Welt. Sie flog zu ihm und fragte ihn „du bist so weiß und wunderschön. Schau mich an, wie dunkel ich bin, du bist sicher der glücklichste Vogel auf der ganzen Welt. Wie fühlt es sich an, der schönste und der glücklichste Vogel der Welt zu sein?“ Der Schwan antwortete, „ich glaubte auch, ich sei der glücklichste und der schönste Vogel der Welt, bis ich den Papagei sah. Der Papagei den ich sah, hatte zwei Farben und ich habe nur eine. Bitte geh zum Papagei und frag ihn, wie es sich anfühlt, der glücklichste und der schönste Vogel zu sein.“

Die Krähe flog zum Papagei und fragte ihn, wie es sich anfühlt, der glücklichste Vogel der Welt zu sein. Der Papagei antwortete „auch ich glaubte, ich sei der glücklichste Vogel der Welt, bis ich den Pfau sah. Der Pfau hat viele Farben und ich habe nur zwei. Bitte geh zum Pfau und frag ihn wie es sich anfühlt, der glücklichste Vogel der Welt zu sein. Das letzte Mal als ich ihn sah, war er im Zoo.“

Die Krähe machte sich auf dem Weg zum Zoo und sah hunderte von Menschen, die zahlreiche Bilder vom Pfau machten. Er wartete bis alle weg waren, flog hinüber zum Pfau und fragte ihn „lieber Pfau, du bist sehr wunderschön und schön bunt. Jeden Tag kommen hunderte von Menschen, um dich zu besuchen. Aber, wenn sie mich sehen, jagen sie mich weg. Du bist sicher sehr glücklich, wie fühlt es sich an, der glücklichste Vogel der Welt zu sein?“

Der Pfau antwortete „ich glaubte auch, ich sei der glücklichste Vogel der Welt. Aufgrund meiner Schönheit bin ich im Käfig eingesperrt. Während ich hier eingesperrt war, hatte ich viel Zeit zum nachdenken. Ich sah mich um und merkte, die Krähe ist in keinem Käfig eingesperrt. Die letzten Jahren hier im Käfig dachte ich mir, die Krähe ist sicher der glücklichste Vogel der Welt. Er ist frei und kann überall fliegen wo er hin möchte. Er wird nicht von den Menschen gestört und dauernd fotografiert. Ich würde alles geben, um frei zu sein, wie du es bist. So mein lieber Freund, ich muss dich fragen, wie fühlt es sich an, der glücklichste Vogel der Welt zu sein?“

Die Moral von der Geschichte

Wir vergleichen uns ständig mit den anderen und vergessen dabei sehr oft, was wir haben und wie gesegnet wir sind. Wir sehen nur das, was die anderen haben und schätzen nicht, was wir schon haben. Dieses Spiel können wir nicht gewinnen und es nimmt kein Ende. Zum Schluss sind Menschen, die zufrieden mit sich und mit dem, was sie haben, die glücklichste Menschen der Welt.

Meiner Meinung nach ist es nicht schlecht zu vergleichen. Wir können dadurch unsere Ziele schneller erreichen und uns durch die anderen, die schon weit voraus sind, motivieren lassen. Ich bin der Meinung, dass ein gesunder Vergleich gelernt werden kann. Menschen die gesund vergleichen, vergessen währenddessen nicht, was sie haben. Sie schätzen und beschützen, was sie schon haben – sie haben die innere Zufriedenheit und hören nicht auf an sich zu arbeiten.

Mein Kapitel eins kann ich nicht mit dem Kapitel zwanzig meiner Freundin vergleichen – denn ich weiß es nicht, wie viel sie schon durchgemacht hat, um dort zu sein wo sie gerade ist. Ich kann nur Unterstützung von ihr holen, um nicht die gleiche Fehler zu machen, wie sie. Durch sie kann ich schneller zu meinem Kapitel zwanzig kommen, aber niemals zu ihrem.

Von meiner Oma habe ich gelernt jeden Tag dankbar zu sein. Nicht nur die große Erfolge feiern, sondern auch die Kleinigkeiten im Leben feiern und sie schätzen. Nichts für selbstverständlich nehmen. Ich bin dankbar gesund zu sein. Dankbar gesunde Kinder zu haben. Dankbar für meine unglaubliche liebevolle Familie und Freunde. Dankbar, dass ich Ziele habe, die ich jeden Tag zu verwirklichen versuche. Sogar für meine Hobbies, die ich genieße und mich glücklich machen.

Als Frau fühle ich mich in Österreich sicher. Ich habe eine Krankenversicherung und kann jeder Zeit zum Arzt gehen und ich werde medizinisch versorgt. Ich habe einen Führerschein und kann Auto fahren ohne verhaftet zu werden, wie zum Beispiel in anderen Ländern.

Ich schätze mich glücklich in einem Land zu leben, wo Männer und Frauen gleiche Rechte haben – dies alles nehme ich nicht für selbstverständlich. Ich stehe in der früh auf und anstatt mich zu ärgern, dass die Sonne in mein Zimmer scheint, bin ich unendlich froh, dass die Sonne scheint und ich darf sie mit meinen zwei gesunden Augen sehen.

Am attraktivsten empfinde ich Menschen, die gesund und glücklich sind – egal wie sie aussehen, oder welche Kleidergröße sie tragen. Diese Menschen haben eine tolle und ansteckende Ausstrahlung, die ich unglaublich anziehend finde. Wir hängen uns so sehr an Gewicht und Kleidergrößen auf, oder an der Größe der Speckröllchen über dem Hosenbund. Was für eine traurige und lächerliche Einstellung!

Es fällt uns meistens bei so vielen Dingen leichter, andere toll zu finden, als uns selbst. Es bleibt nicht beim Gewicht oder auch nur allgemein optischen Eigenschaften, sondern auch bei unseren charakterlichen Eigenheiten. Warum können wir den anderen viel mehr vermeintliche Fehler verzeihen, als wir selbst? Die anderen sind gut so, wie sie sind. Uns selbst das zuzugestehen, fällt uns da deutlich schwer.

Lernen wir uns auch zu verzeihen und uns so zu lieben, wie wir sind. Es ist wichtig zu definieren, was Schönheit für dich ist. Es nicht einfach äußere Merkmale, die man hat. Für mich bedeutet Schönheit, einfach glücklich und mit mir im Reinen zu sein.

Krähe

 

Ein griechisches Sprichwort lautet: „Wer nicht mit wenig zufrieden ist, kann durch Nichts zufrieden gestellt werden.“

 

Bis bald!

Eure Easter.

 

„Der schwarze Bub ärgert uns!“

Samaki mkunje angali mbichi – Ein Suaheli Sprichwort

Auf Deutsch übersetzt – Biege/Falte den Fisch, während er noch frisch ist.“

Hallo – alle miteinander,

letztes Jahr erzählte mir mein Sohn voller Begeisterung, „Mama, mein Freund und ich werden morgen in den Kindergarten das gleiche Hemd anziehen – und weißt du was? Die Tante wird uns nicht auseinander erkennen!“ Aha, dachte ich mir. Sein damaliger Freund war blond und hatte wunderschöne blaue Augen. Mein Sohn hat schwarze Locken und wunderschöne braune Augen. Sie haben es nicht einmal gemerkt, wie unterschiedlich sie sind. Wen interessiert es eigentlich?

Nelson Mandela hat einmal gesagt; „Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.“

Am Wochenende waren wir beim Maibaumaufstellungsfest in der Ortschaft. Wir leben seit ein paar Monaten in einer Ortschaft mit ungefähr 1500 Einwohnern. Ich liebe es am Land zu leben und es ist wunderschön bei uns im Ort. Viele Freunde haben mich damals gefragt, was ich am Land zu suchen habe. Sie machten sich Sorgen um uns und ich solle nach Wien umziehen. Meine Entscheidung stand aber schon fest.

So freundlich und herzlich sind wir aufgenommen worden. Ich habe gleich am Anfang meine Kinder mitgenommen und wir gingen von Nachbarn zu Nachbarn, um uns vorzustellen. In der Bäckerei und im Geschäft (Nah und Frisch) stellten wir uns auch vor. Wir besuchten Feste und machten fast überall mit. Ich liebe die österreichische Feste, das Zusammenkommen, miteinander plaudern, zwei drei Spritzer trinken, traditionelles Essen genießen – einfach herrlich!

Ehrlich gesagt, habe ich bis jetzt keine negative Erfahrungen in unserem neuen Heim gemacht. Mit meiner positiven Ausstrahlung werde ich sicher keine machen :-). In Kenia bin ich auch am Land aufgewachsen, mir gefällt die Gemeinschaft und der Zusammenhalt am Land. Hier grüßen sich die Leute noch und fast jeder kennt jeden. Ich wollte meinen Kindern diese Werte weiter vermitteln. Sie fanden auch sehr bald Freunde im Kindergarten und in der Schule. Bei so einer Plaudertasche als Mutter haben sie keine andere Wahl :-).

Zurück zum Maibaumfest;  die Kinder haben miteinander gespielt und es war ein wundervoller Abend. Später kam ein neun oder zehn jähriges Mädchen zu mir und sagte mir aufgeregt „der schwarze Bub ärgert uns!“ Ich war am Anfang durcheinander, denn ich habe nicht sofort erkannt, dass sie von meinem Sohn sprach. Sehr oft vergesse ich welche Hautfarbe ich habe, geschweige denn, die von meinen Kindern. Mein Sohn ist ein richtiger Lausbub muss ich zugeben, ihn sollte man mit Vorsicht verteidigen :-). Mich in Kinderkram einzumischen, ist auch nicht meine Art. Hier war ich jedoch gezwungen mich einzumischen, um das wunderschöne Mädchen beizubringen, dass es Menschen mit ihren Namen nennen soll, nicht mit ihren Hautfarben.

Meine Tochter saß neben mir und beobachtete aufmerksam die ganze Situation.  Ich habe das Mädchen gefragt wie es heißt, es mit ihrem Namen angesprochen und ihm dann gesagt, es soll „den schwarzen Bub“ fragen wie er heißt und ihn bitte mit seinem Namen nennen. Nachher sollen sie versuchen das Problem selber zu lösen. Ich liebe es, wenn Kinder miteinander reden und ihre Konflikte selber lösen können – sollten sie Hilfe brauchen, bin ich da. Aber, vorher sollen sie versuchen miteinander zu reden.

Der Satz hat mich zum Nachdenken gebracht. Ist die Hautfarbe wirklich so wichtig? Wie hätte ich anders reagieren können? Andererseits, wenn wir den Kindern den richtigen Weg nicht zeigen, wer denn sonst? Das Mädchen hat nicht gewusst wie mein Sohn heißt, trotzdem könnte es ihn einfach danach fragen.

Es kamen keine Beschwerden mehr und ich genoss den ganzen Abend. Die Kinder haben wunderbar miteinander gespielt. Zum Schluss verabschiedete sich das Mädchen sogar sehr liebevoll von meinem Sohn – „tschüss Joel“ :-). Ist es einfach nicht schön ein Kind zu sein? Wir dürfen das kindliche in uns nicht verloren gehen lassen.

Kinder sind brutal ehrlich und auch sehr leicht manipulierbar. Wann fangen wir an Vorurteile zu haben? Diese Frage beschäftigt mich seit langem. Meine Kinder haben mit ungefähr fünf Jahren angefangen Fragen zu stellen; wieso sie braun sind, wieso sie Locken haben, wieso die Mama schwarz ist und der Papa weiß ist. Jedes Kind ist neugierig und es ist wichtig ihnen die ganzen Fragen zu beantworten – denn sie werden öfters von den Schulkameraden, Freunden, oder wer auch immer, gefragt wieso sie so sind wie sie sind. Meiner Meinung nach braucht sich kein Mensch wegen seiner Hautfarbe, Augenfarbe, Haarfarbe usw rechtfertigen zu müssen.

Allerdings darf man auch die Realität nicht verschweigen. Mir ist auch wichtig ihnen zu erklären, dass es auch schlechte Menschen auf der Welt gibt, die versuchen werden, sie wegen ihrer Hautfarbe klein zu machen. Sie müssen lernen damit umzugehen. Sie für die Welt vorzubereiten, ist mir ein großes Anliegen – dass sie sich nicht unterkriegen lassen sollen und stolz auf ihre Wurzeln sein sollen, denn jeder Mensch ist was besonderes.

Du bist genug so wie du bist.

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Asiyefunzwa na mamaye hufunzwa na ulimwengu – Ein Suaheli Sprichwort.

Auf Deutsch übersetzt; Lehrt die Mutter dem Kind kein gutes Benehmen, tut es die Welt(und die kann brutal sein).

Bis bald!

Eure Easter.

 

„Wie du das Kind erziehst, so wächst es auch auf.“

„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“. Ein afrikanisches Sprichwort

Hallo – alle miteinander,

als mein Vater starb, sah ich meine Mama das letzte Mal weinen. Dort wo ich herkomme, heulen wir bei den Beerdigungen die Augen aus dem Kopf. Es wird tagelang(mit kurzen Unterbrechungen) richtig und laut geheult. Daher ist nachher die Trauertherapie nicht nötig. Die Trauer wird schon durch das Weinen verarbeitet.

Nach der Beerdigung meines Vaters habe ich meine Mama nicht wieder weinen gesehen. Ich bin mit dieser starken großen Mutter aufgewachsen, die nie vor ihren Kindern weinte. Meine Mama hatte ihre Gründe und ich verurteile sie nicht. Sie war alleine mit fünf Kindern, davon vier Buben und musste stark sein.

Als ich meine Tochter bekam, sagte mir damals ihr Vater „Easter, es ist das erste Mal, dass ich dich weinen sehe.“

Jahre später als ich durch eine hässliche Scheidung ging und mit Emotionen voll geladen war, habe ich mich an diesen Satz erinnert. Ich habe nicht gemerkt, dass ich genauso bin, wie meine Mama – ja nicht vor den anderen weinen. Ich entschied mich jedoch dieses Verhalten aus meiner Kindheit bewusst zu unterbrechen und meine Gefühle fortan ganz offen zu zeigen.

Meinen Kindern wollte ich bewusst zeigen, dass ich ein Mensch mit Gefühlen bin und, dass es normal ist Gefühle zu zeigen. Ich bin stolz auf mich wie ich jetzt vor den Kindern richtig heulen kann. Einfach herrlich! Während der Scheidung haben wir viel zusammen geweint und es war gut so.

Meiner Meinung nach suchen uns die Kinder aus. Ich habe zu Hause ein neuen jähriges wunderschönes Mädchen. Dieses Kind ist stark, stur, frech und selbstbewusst – manchmal frage ich mich wer mir dieses Kind geschickt hat :-). Dann bin ich stolz auf mich, denn sie hat mich ausgesucht. Sie wusste, dass ich genauso stark, stur und selbstbewusst bin – und dass ich mit ihr umgehen kann. Ich habe auch einen Sohn der mir zum Geburtstag alles gute zum Muttertag wünscht und zum Muttertag alles gute zum Geburtstag wünscht. Und mir nachher sagt „Mama, du kriegst kein Geschenk, du bist eh gesund!“ Er hat mich auch ausgesucht, denn er wusste für die Mama ist die Gesundheit das wichtigste, nicht Geburtstag und Muttertag.

Wie oft habe ich am Abend ein schlechtes Gewissen, weil ich zu streng war oder mit ihnen zuviel geschimpft habe? Ja, ich kann richtig schimpfen, zwar laut.  Habe ich nachher ein schlechtes Gewissen? Oh doch! Danach schleiche ich mich in ihre Zimmer hinein und decke sie mit Küssen ab. Ein schlechtes Gewissen zu haben ist normal und ist erlaubt, sonst wären wir nicht menschlich.

Kinder brauchen Grenzen und es ist unsere Aufgabe sie zu begleiten und ihnen den richtigen Weg zu zeigen. Ich habe diese Woche mit meiner Freundin sehr lange über dieses Thema gesprochen und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir meine Kinder ohne Grenzen nicht vorstellen kann. Mein Sohn würde sich in Süßigkeiten baden, von meiner Tochter will ich gar nicht reden.  Ich bewundere Eltern, die ihre Kinder ohne Grenzen großziehen. Jedem das seine. Wenn es für sie funktioniert, wunderbar. Für mich funktioniert es nicht.

Ein Beispiel vom letzten Jahr; mein Sohn brüllte einmal im Supermarkt so laut, weil er ein Spielzeug wollte und ich es in dem Moment nicht leisten könnte. Dies habe ich ihm auch ganz ruhig erklärt. Er hat mich sogar bedroht, dass er beim Papa wohnen will, wenn er das Spielzeug nicht bekommt. Übrigens, ich liebe es wie Scheidungskinder die Grenzen testen, genial erpressen können und sehr oft versuchen die Eltern gegeneinander auszuspielen. Darüber schreibe ich in meinem nächsten Beitrag.

Natürlich haben schon Menschen im Supermarkt geschaut, was für eine brutale Mutter ich bin. Stört mich das? Ehrlich gesagt, nein. Hat er das Spielzeug bekommen? Sicher nicht. Ich habe ihm gesagt, wenn er mit Weinen fertig ist, warte ich draußen auf ihn und zum Papa kann er auch zu Fuß gehen, wenn er möchte. Er weiß, dass ich diese afrikanische Gelassenheit habe und stundenlang warten kann. Nach drei Minuten ist er raus gekommen und mir gesagt „Mama, ich bin mit Weinen fertig.“

Fast jeden Tag mache ich Fehler. Ich lerne von meinen Fehlern und versuche sie nicht zu wiederholen. Wie kann ich mich verbessern und mich weiterentwickeln ohne Fehler und Kritik?

Am Donnerstag zum Beispiel haben meine Kinder einfach die Jause zu Hause vergessen. Beide Jausen lagen am Tisch und sie spazierten einfach hinaus. Ich habe schon einmal die Jause in die Schule nach gebracht. Am Donnerstag habe ich mich geweigert, wie eine Wahnsinnige in die Schule zu fahren.

Nein, ich bin nicht ihre Dienerin und den Haushalt wird auch zusammen erledigt. Zu mittag sind sie nach Hause gekommen, meine Tochter kurz vorm verhungern. Mein Sohn, der alles für das Essen tun würde, hatte von seinen Freunden was bekommen. Habe ich den ganzen Vormittag ein schlechtes Gewissen gehabt? Aber wie! Sie müssen lernen Verantwortung zu übernehmen. Ich habe keine Lust wie eine Hexe durch die Gegend zu fliegen. Ein Tag ohne Jause überleben sie. Ich bin mir sicher die Jause wird nicht wieder vergessen :-).

Wie oft hole ich meine Kinder von der Schule ab und mir wurde gesagt wie brav sie sind? Kaum zu Hause, fängt schon das Drama an und ich frage mich wo ich die brave Kinder zurückgelassen habe? Sie können wie die Hähne streiten, wehe gehe ich dazwischen, kommt schnell „Mama, misch dich nicht ein“! Super!

Einmal als ich mich bei meiner Mama bedankt habe, dass ich noch lebe und mich beschwert habe wie die Kinder manchmal streiten, sagte sie mir nur  „sei froh, dass sie zu Hause schlimm sind, das heißt sie fühlen sich wohl neben dir. Sie wissen du kannst damit umgehen, denn in der Schule müssen sie meistens brav sein und folgen, irgendwann geht ja nicht mehr“. Danke Mama. Ich fühle mich auch sehr wohl neben ihnen :-).

Streiten kann gelernt werden. Daher freue ich mich, wenn sie streiten. So lernen sie Konflikte zu lösen. Hauptsache sie halten zusammen, beleidigen sich nicht und schätzen, dass sie sich haben. Als Kind, wenn meine Mama mit mir schimpfte, sagte sie sehr oft „ich schimpfe mit deinem Verhalten, dich liebe ich genauso wie vorher“. Bei Auseinandersetzungen zwischen uns,  versuche ich meinen Kindern klar zu machen, dass ich das Verhalten und nicht sie verurteile. Von meiner Oma habe ich auch gelernt möglichst viel Körperkontakt beim streiten zu halten, egal mit dem Kind oder mit dem Partner. So wird die Liebe zwischen euch nicht unterbrochen und du sagst nicht die Wörter die du später bereust und die verletzen können.

In letzter Zeit merke ich, dass meine Kinder nicht mehr hinter mir gehen, sondern neben mir. Sie erziehen mich und ich lerne unglaublich viel von ihnen. Das gegenseitiges Loslassen hat schon begonnen. Sie übernehmen mehr die Verantwortung und werden selbständiger. Die Kindheit prägt uns und beeinflusst unser Leben. Es ist unsere Entscheidung bewusst das mitzunehmen was uns gut tut, und abzulegen, was uns nicht gut tut.

Du bist die beste Mutter für dein Kind, dein Kind weiß es, du hoffentlich es auch. Sei stolz, dass es dich ausgesucht hat, denn du bist gesegnet. Sei nicht zu hart zu dir. Hilfe anzunehmen, heißt nicht, dass du schwach und überfordert bist. Nicht nur du Mama macht alles besser und hat alles unter Kontrolle – die anderen können genauso so gut sein. Ich genieße es, wenn ich zweimal in der Woche laufen gehe und zwar alleine – oder wenn ich ab und zu im Kaffeehaus sitze und ein großes „Heiße Liebe“ Eis bestelle, entweder alleine oder mit Freunden. Habe ich da ein schlechtes Gewissen? Ehrlich? Nein.

Ein Suaheli Sprichwort; kuzaa sio kazi, kazi ni kulea.

Auf Deutsch übersetzt; ein Kind zu bekommen, ist keine Arbeit, es zu erziehen, ist die Arbeit.

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Bis bald!

Eure Easter.

 

 

 

 

 

Die Weisheit, die im Herzen eingeschlossen ist, gleicht dem Licht in einem Krug.

„Du hast drei Freunde auf der Welt: Mut, Verstand und Weisheit“. Ein afrikanisches Sprichwort.

Hallo – alle miteinander,

meine Oma starb vor drei Jahren mit einhundertdrei Jahren. Sie war eine Hebamme, eine Mediatorin und eine begabte Medizinfrau, die vielen Menschen half. In den Ferien besuchte ich sie sehr gerne und verbrachte wunderschöne Tage mit ihr. Nichts brachte mir mehr Freude, als mit ihr am Abend am Lagerfeuer zu sitzen und ihre geheimnisvolle weise Geschichten zu hören.

Wir hatten einen Platz am Fluss, wo die Mädchen sich jeden Tag am nachmittag in den Ferien gesammelt haben und von meiner Oma „Mädchenunterricht“ bekamen. Ich bin damals fast vor Stolz geplatzt, dass ich so eine kluge Oma hatte!

Sie lehrte mir wie wichtig es ist sich zu lieben, als Frau meinen Körper zu ehren und ihn zu respektieren –  ihn richtig kennen zu lernen, auf ihn zu achten und richtig zu hören was er mir sagt. Von ihr lernte ich wie wichtig es ist, einen gesunden Bezug zu meinem Körper zu haben, denn wer seinen Körper liebt, möchte nur gutes für ihn tun. Wir aßen stundenlang miteinander und sie sagte mir einmal, „wer gesundes Essen genießt, sich reichlich bewegt und sich liebt, hat nie Probleme mit seinem Gewicht“. Diese Weisheit gebe ich meinen Kindern gerne weiter, sie ist zu wertvoll um verloren zu gehen.

Es macht mich bis heute sehr traurig, dass meine Kinder sie nie kennen lernen dürften. Als ich mit den Kindern vor zwei Jahren nach Kenia flog, war sie bereits gestorben. Sie war eine wunderbare Frau, ihre Weisheit war unermesslich. Ihre Geschichten erzählte meine Mama meinen Kindern weiter, als wir sie besuchten. Was für ein tolles Gefühl meine Kinder am Lagerfeuer mit meiner Mama zu sehen – genauso wie damals mit meiner Oma!

Was gibt es besseres als das Wissen direkt von der Quelle zu erhalten? Die alte Generation hat das Wissen und sie gibt es gerne weiter, wenn man ihr die Chance gibt. In meiner Ortschaft sind die ältere Menschen die wichtigsten Leute. Wir rennen zu ihnen, wenn wir Probleme haben, oder Ratschläge brauchen. Sie sind unsere Verbindung zu den Göttern. Die ganze Ortschaft kümmert sich um sie. Es ist die Aufgabe der Jugend nach den alten zu schauen, ob sie was brauchen, schon gegessen haben, oder nur plaudern möchten. Dies sei egal, ob du mit ihm/ihr verwandt bist. Ich bin in der Nähe vom Viktoriasee geboren, damals besuchten wir gerne ältere Menschen, um einfach von ihnen zu lernen.

Die Altersheime lernte ich erst in Europa kennen. Wieder ein Schock für mich in der neuen Heimat. Mit der Zeit verstand ich die Hintergründe, wieso die ältere Menschen in den westlichen Ländern in die Heime gebracht werden. Das Leben hier ist teurer, meistens arbeiten beide Elternteile, um das Leben leisten zu können. Wer sollte sich um sie kümmern? Außerdem ist das Gesundheitssystem hier viel besser und das Personal in den Heimen werden gut bezahlt, dass sie halbwegs eine gute Arbeit machen. Daher verurteile die Altersheime nicht, sondern sehe sie einfach, als ein Teil der westlichen Kultur.

Jedoch fehlt mir hier der Respekt den Alten gegenüber. Wie oft habe ich schon im Zug erlebt, dass junge Menschen sitzen bleiben während eine ältere Dame oder ein alter Herr steht? Dieses Verhalten finde ich sehr traurig und es bricht mir jedes Mal das Herz. Ich kann es nicht zusehen, sehr oft fordere ich sie aufzustehen, um den Platz frei zu machen. Manchmal habe ich Erfolg, manchmal nicht. Als Mutter kann ich nur meinen Teil beitragen indem ich meinen Kindern beibgringe, ältere Menschen zu respektieren und sie mit Würde zu behandeln, denn wir sind alle auf dem Weg dorthin, ob wir es wollen oder nicht – und als Beispiel voranzugehen. Schließlich möchten wir auch mit Respekt behandelt werden, wenn wir alt und gebrechlich sind.

Als ich hier kam, lernte ich die Geschichte Europas von der älteren Generation. Der Weltkrieg war für mich ein großes Phänomen. Wie konnte so was passieren? Es war sehr spannend direkt von den Überlebenden zu erfahren, wie sie den Krieg erlebt haben und was wir, die junge Generation machen können, dass so was nicht wieder passiert. Bis heute bete ich jeden Tag, dass die Menschen nicht denselben Fehler wieder machen und nie aufhören miteinander zu reden, denn reden ist einander lieben.

Jedes Mal, wenn meine Kinder Zeit mit der Oma oder mit der Uroma verbringen, freue ich mich sehr. Denn es gibt nur Vorteile, sofern die Beziehung zwischen ihnen gesund ist. Wenn ich die Jugend von heute ansehe, bin ich sehr verzweifelt. Von Respekt und alte Werte haben sie nichts übrig – die Lehrer werden mit Vornamen genannt, es wird laut über die Mutter im Zug gelästert und geschimpft, habe ich vor kurzem im Zug erlebt. Kann es sein, dass sie zu Hause keine Aufmerksam bekommen und diese woanders suchen? Was machen wir falsch? Diskutieren wir zuviel mit ihnen und geben ihnen zuviel Freirraum? Setzten wir die Grenzen nicht klar genug? Sind es die Computerspiele zu Hause, oder die Handys? Kann es sein, dass wir die Erziehung den Lehrern überlassen? Ich bin sowieso der Meinung, dass Erziehung zu Hause entsteht und nicht in der Schule.

Lassen wir unsere Kinder wieder mit der älteren Generation zusammenkommen. Lassen wir sie voneinander lernen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie dadurch wieder auf dem richtigen Weg kommen werden. Ich bin mir sicher die goldene Generation haben nichts dagegen. Wie sagte meine Oma so schön? Allein essen ist wie allein sterben. Lassen wir sie nicht allein essen.

„Gehe ich vor dir, dann weiß ich nicht, ob ich dich auf den richtigen Weg bringe.
Gehst du vor mir, dann weiß ich nicht, ob du mich auf den richtigen Weg bringst.
Gehe ich neben dir, werden wir gemeinsam den richtigen Weg finden“.

Genießt den Frühling!

20180406_182158[1]

Eure Easter.

Bis bald!

„Was machst du beruflich?“

20180406_182200[1]„Durch positive Energie und positive Ausstrahlung entsteht die innere Zufriedenheit.“

Hallo – alle miteinander

Endlich komme ich dazu, über die kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich zu schreiben.  Obwohl die Menschen dieselbe Sprache sprechen, musste ich aus eigene Erfahrung feststellen, dass es doch Unterschiede in der Mentalität und in der Denkweise gibt.

Ich liebe beide Länder, ich besuche sehr gerne Freunde in Deutschland und liebe die Offenheit und die kulturelle Vielfältigkeit.

So erinnere ich mich manchmal an meine Zeit in Bayern zurück. Meine Gastfamilie war in einer Ortschaft namens Dorfen zu Hause. Die Sprache war anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig. Mir kam es so vor als würden die Leute beim Reden bellen. Ich hatte Schwierigkeiten die Leute zu verstehen. Mit der Zeit lernte ich aber sogar, verschiedene Dialekte zu verstehen. Irgendwann hatte ich es geschafft, die Eigenheiten der Sprache zu adoptieren und es machte es mich stolz, selbst bellen zu können :-).

Als Au Pair Mädchen hatte ich jedes Wochenende frei.  Mein Gastvater spendete mir  jedes Wochenende eine Fahrkarte, um mich mit der Region vertraut zu machen. Ich reiste durch das ganze Land, besuchte Freunde, lernte interessante Menschen und Städte kennen – und natürlich die Sprache.

So kam es, dass ich eines Tages beschloss, das berühmte Oktoberfest aufzumischen. Was soll ich euch sagen? Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich am eigenen Leib erfahren was es bedeutet mit Gedächtnislücke konfrontiert zu sein. Es ist mir daher heute nicht möglich vollständigen Bericht über das Oktoberfest zu verfassen. In dieser Zeit war ich froh, meine russische Freundin als Begleiterin bei mir zu haben. Ein besseres Navigationssystem kann ich mir nicht vorstellen.

Meiner Gastmutter habe ich  zu verdanken, dass sie mich mit vielen jungen Leuten bekannt gemacht hat, die mich am Abend zu Veranstaltungen mitnahmen. Das war sehr hilfreich. Ich durfte Deutschland dabei als sehr offen und tolerant gegenüber Ausländern kennen lernen. Die anfänglich als sehr distanziert erlebte Art, miteinander umzugehen, störte mich auf einmal nicht mehr. Dabei ich nur zu gut in Erinnerung wie die Leute Platz machten, nur um mit jemand anderen nicht in Berührung zu kommen.

Den Deutschen empfand ich zwar als sehr direkt, keinesfalls aber hinterlistig. Er sagt einfach, was er von dir hält. Diese Eigenschaft fehlt mir in Österreich. Anstatt jemanden auf Fehler aufmerksam zu machen, machen sie sich manchmal über jemanden lustig oder beginnen zu lästern.

Nach meinem Jahr in Deutschland wollte ich weitere Sprachen lernen. Mein Plan war, je ein Jahr in Deutschland, in Frankreich und in Spanien zu verbringen. Dann wollte ich nach Kenia zurückkehren. Wie sagt man so schön – „Im Leben kommt es immer anders als geplant.“.  So fand ich eine nette Familie in Österreich und dachte mir „wieso nicht?“. Ich war noch jung, wollte aber meinen Plan nicht verwerfen, um ihn später umzusetzen. Österreich kannte ich vorher überhaupt nicht – ich hatte noch nie von diesem Land gehört. Meinen Neugier war geweckt. Ich las viel über die Geschichte Österreichs, über seine berühmten Komponisten, die Leidenschaft des Skifahrens und die typisch österreichisch Küche. Ich war fasziniert und wollte rasch aufbrechen.

Die Berge liebe ich genauso wie die verschiedenen Dialekte mit denen ich noch vertraut werden sollte – ebenso wie das traditionelle Essen, die Musik und die Kultur. Bis heute habe ich von der Begeisterung von dem Land nichts verloren – egal ob ich daheim bin, oder beispielsweise in Tirol oder Salzburg unterwegs bin. Schade, dass es trotzdem noch Menschen gibt, die die Schönheit des Landes nicht genug zu schätzen wissen. Viel lieber verlagern sie sich aufs Jammern und Raunzen, was mich immer wieder zu einem Schmunzeln hinreißt – etwa dann, wenn sich dadurch Stimme und Körperhaltung ändern. Unglaublich wie „professionell“ vor allem der Wiener jammern kann. Das ist schon ziemlich einmalig. Am Anfang hatte ich zwar gewaltig damit zu kämpfen – aber letztendlich akzeptierte ich das Raunzen als Bestandteil der Kultur. Immerzu dachte ich „Die Leute haben doch alles. Es geht ihnen gut. Was wollen sie denn noch mehr?“. Es scheint, als wäre das Raunzen den Österreichern genauso wichtig wie uns Afrikanern das Lachen. Auch wenn ich angepasst habe und das Raunzen irgendwo akzeptiert habe – annehmen möchte ich es niemals.

Mit den Witzen ist das auch so eine Sache. Ich war äußerst erstaunt zu erfahren, dass man sich hier Witze über Menschen aus anderen Kulturen erzählt. Dort wo ich herkomme, gibt es keine Witze über weiße Leute, oder anders farbige. Wieso denn auch? Wir sind anderen Kulturen gegenüber sehr freundlich eingestellt. So waren Gäste aus dem Ausland bei uns immer willkommen. Und wie wir die Gäste liebten! Wir hatten uns immer darüber gefreut, wenn jemand vorbei kam. Dabei nehmen wir die Menschen so wie sind. Sie ändern zu wollen oder Witze über sie zu machen, käme uns nicht in den Sinn. Und hier? Einer der ersten Witze, die man mir erzählte, war ein „Neger-Witz“ – und wie Chinesen und Indianern „funktionierten“, sollte ich auch rasch erfahren. Ob die Leute Witze über anderen nur machen, weil ihnen langweilig ist?

Mein erstes Erlebnis beim Notar in Österreich war ebenfalls einmalig. Die Sekretärin sprach immer zu von einem Herrn Magister.  „Der Herr Magister kommt gleich.“, „Der Herr Magister kann Sie jetzt empfangen“, usw. Ich fragte mich, ob Magister sein Vorname oder sein Familienname wäre. Später erfuhr ich dann, wie wichtig ein Titel in Österreich ist. Überall traf man auf Frau oder Herr Magister, auf Herrn Doktor oder einen BA (Bachelortitel)! „Titelwahn“ war mir bis dahin eine unbekannte Krankheit. Bis heute muss ich schmunzeln, wenn ich einen Herren oder eine Frau Magister kennen lerne. Andere Länder, andere Sitten ;-).

„Was machst du beruflich?“ wurde mir oft als erste Frage gestellt, wenn ich jemanden kennen lernte. Das schien wichtiger zu sein, als nach meinem Namen zu fragen. Irritiert war ich deshalb, weil ich nicht über meinen Beruf definiert werden wollte, sondern ich mir erwartete, dass man sich für meine Persönlichkeit interessiert. Heute stelle ich mich als erste mit Namen und Beruf vor und die Frage ist geklärt.

Ich könnte noch viel mehr über die kulturelle Unterschiede berichten – aber das würde an diese Stelle den Rahmen sprengen. Jedes Land hat seine eigene Kultur und eigene Werte, die man genauso respektieren sollte, wie den spezifischen Charakter eines Menschen. Alle in einen Topf zu werfen, finde ich nicht richtig. Lerne erst einen Mensch kennen – und dann urteile über ihn.

Lernen wir uns anzupassen. Wir dürfen uns nicht erwarten, dass der Gastgeber sich uns anpasst.  Wünschen wir uns nur, dass er uns zumindest freundlich gesinnt ist. Lasst uns viel mehr mit Humor nehmen und das Leben trotz seiner manchmal unwillkommenen Überraschungen genießen. Wir alle sind Gäste auf dieser Welt, wir kommen und gehen und vor allem „keiner kommt lebendig hier raus:“ :-).

Vergessen wir auch nicht, dass sich jede Kultur mit der Zeit auch ändert – ob wir es wollen oder nicht –  sei es durch Einflüsse von außen oder von innen. Nichts bleibt gleich und ich bin mir sicher – unsere Kinder werden bald eine andere Kultur finden, als wir heute. Dazu bedarf es nur einer Portion Toleranz und Respekt.

 

Bis bald!

Eure Easter.